Fotografie Tipp # 3

Die Farben des Lichts! 

Die Farbigkeit des Lichts ist so eine Sache, denn sie ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, es sei denn, es gibt einen Regenbogen, dann sehen wir Farben. Doch warum ist das so? Es sind die Regentropfen die das Licht der Sonne bricht und reflektiert. Das weiße Licht wird in seinen Spektralfarben sichtbar. Das sind die Farben Blau, Grün und Rot. Diese Farben haben Komplementärfarben: Gelb, Purpur und Blaugrün.

Unser Auge ist nicht in der Lage die einzelne Farbe im weißen Licht zu erkennen. Es sieht nur dann Farbe, wenn sie von einem Gegenstand reflektiert werden. Licht und Farben sind elektromagnetischen Wellen, die im Gehirn ausgewertet werden.

Additive Farbmischung

Das Produkt der Additiven Farbmischung wird immer heller, die drei Farben ergeben in der Summe die Farbe Weiß. Bei der Additiven Farbmischung sind es die drei Grundfarben, und bei der Subtraktiven Farbmischung die drei Komplementärfarben.
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Subtraktive Farbmischung

Im Gegensatz dazu steht die Subtraktive Farbmischung, hier bei ergeben drei Farben die Farbe Schwarz.
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Warum das alles wichtig ist

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Es ist wichtig zu wissen, dass Licht nicht immer die gleiche Farb-Wirkung hat, auch wenn unser Auge, uns dies glauben lässt. Am frühen Morgen z.B., abhängig von der Jahreszeit, enthält das Licht mehr Blau-Anteile, am späten Nachmittag, denken wir an den Sonnenuntergang, überwiegen die Rot-Anteile im Licht. Mittags besteht Sonnenlicht aus mehr blaugrünen Anteilen als zu anderen Tageszeiten.
Oder denken wir an Fotos, die bei Kunstlicht gemacht wurden. Glühlampen und Leuchtstoffröhren, haben eine komplett andere Farbe als das Tageslicht, auch, wenn es für unser Auge nicht so aussieht. Es liegt an unserem Gehirn, wenn wir den Farbunterschied verschiedener künstlicher Lichtquellen nicht erkennen, denn, es stellt quasi einen Weißabgleich her, wie unsere Kamera auch.
Die Farbe des Lichts wird auch Farbtemperatur genannt und diese „Temperatur“ des Lichtes  wird gemessen in Grad Kelvin.

Kelvin

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Weißabgleich

Wenn du fotografierst, möchtest du sicher, dass eine weiße Bluse immer auch aussieht wie eine weiße Bluse, egal welche Tageszeit wir gerade haben. Darum hat eine digitale Kamera die Möglichkeit, einen Weißabgleich vorzunehmen.
Bei dem automatischen Weißabgleich (engl. automatic white balance, AWB) sucht sich die digitale Kamera in dem Motiv den Punkt, der ihr weiß erscheint, und passt das gesamte Motiv farblich an. Das funktioniert jedoch nur dann, wenn es im Motiv eine wirklich nahezu weiße Fläche gibt. In der Realität wird sich eine Kamera nur an der hellsten Stelle des Motivs orientieren, die naturgemäß nicht unbedingt weiß ist. Daher versagt dieser vollautomatische Weißabgleich oft bei Aufnahmen im Dämmerlicht. Es gibt jedoch die Möglichkeit, bei der Kamera den Weißabgleich manuell einzustellen.
Im Menü an der  Kamera  gibt es folgende Wahlmöglichkeiten:
• Sonnenschein   • Schatten   • Glühlampen   • Bedeckter Himmel   • Blitz   • Vollautomatisch TTL   (hier sind Fotos gemeint, die mit Blitz gemacht werden)   • Tageslicht   • Kunstlicht   • Neonlicht

Je nach dem Alter der Kamera kann es auch sein, dass der  Weißabgleich im Bereich „Künstliches Licht“ noch mal unterteilt  ist, da Glühbirnen und Leuchtstoffröhren eine unterschiedliche Farbigkeit haben.

So das war’s für heute, viel Spaß beim Verstehen! Bei Fragen zögere nicht mir diese zu stellen, wenn sie von allgemeinem Interesse sind, werde ich versuchen sie zu beantworten.

                                                                                                 

Bisher erschienen:

Tipp # 1

Tipp # 2

Tipp # 3

Tipp # 4

Tipp # 5

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Fotografie Tipp # 5

Ruhe bewahren – es ist alles viel einfacher als du denkst.
Ich fasse noch einmal zusammen, worum es in den vorherigen Tipps ging:

Abhängig von der Lichtquelle hat das Licht jeweils eine andere Farbe. Die Farbe des Lichtes einer Glühbirne, ist im Vergleich zum Sonnenschein am Mittag, viel gelber, also wärmer. Motive im Schatten sind meistens bläulicher, also kälter. Ebenso die Motive, die du im Winter bei Schnee fotografierst.
In der jeweiligen Situation fällt es nicht auf, da in unserem Gehirn ein “automatischer Weißabgleich” erfolgt. Der Sensor deiner digitalen Kamera hingegen sieht immer die tatsächlichen Farben im vorherrschenden Licht. Der Weißabgleich deiner Kamera sorgt nun dafür, dass die jeweiligen Motive, trotz der Eigenfarbe des vorherrschenden Lichtes, eher neutral aussehen, so wie dein Auge z.B. das Tageslicht wahrnimmt.
In deiner Kamera wird das Licht gemessen, was vom Motiv reflektiert wird. Wenn nun dieses Licht z.B. von einer großflächigen blauen Plakatwand kommt, die auch noch im Sonnenschein steht, kann es passieren, dass die Sensoren deiner Kamera in die Irre geführt werden, hinsichtlich der Farbe, dem Kontrast und der Lichtmenge. Vor allem auch dann, wenn diese großflächige blaue Plakatwand ein wichtiger Teil deines Motives ist. Veränderst du den Anteil der Fläche im Motiv, verändert sich auch die Menge des reflektierten Lichts und die Sensoren deiner Kamera kommen zu immer anderen Ergebnissen, die sich auf die Belichtung auswirken, also das, was passiert, wenn du auf den Auslöser deiner Kamera drückst.
Darum bin ich der Meinung, dass es unter Umständen hilfreich sein kann, wenn du die ISO-Zahl, den Weißabgleich und die Methode für die Belichtungsmessung selber wählen kannst, um ein richtig belichtetes Foto von deinem Motiv zu bekommen.

Es ist nur dann erforderlich, dass du die AUTO-Einstellung deiner Kamera veränderst, wenn deine Fotos nicht so sind, wie du es haben möchtest, oder du von der Norm abweichende Motive fotografieren möchtest. Bist du mit den Ergebnissen der AUTO-Einstellung zufrieden – wirst du sie nicht verändern müssen.
Ich möchte, dass du eine Ahnung davon bekommst, was technisch in deiner Kamera alles so passiert.

Du weißt inzwischen, welche Faktoren deine Kamera kennen muss, um dein Motiv richtig zu belichten: ISO, Blende und Zeit. Heute geht es um die

Belichtungszeit

Der wichtigste Vorgang in der Fotografie ist der Moment, in der die Belichtung erfolgt. Das war schon bei Niépce und Daguerre, den im Geschichtsbuch als Erfinder der Fotografie verzeichneten beiden Herren, der Fall und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Das was sich Belichtungszeit (englisch exposure time) nennt, ist die Zeitspanne, in der Licht auf den Sensor der Kamera fällt und ein Bild aufzeichnet. In diesem Moment werden die Grundlagen für dein Foto gelegt. Das, was in diesem Moment nicht von den Kamerasensoren aufgezeichnet wird, ist auf deinem Foto einfach nicht vorhanden, es sei denn, du “malst” es dazu.

Ich  habe schon etwas zu den verschiedenen Methoden der Belichtungsmessung gesagt. Sie ist die Voraussetzung für jede richtige Belichtung. In der analogen Fotografie gibt es Negativfilme, die aufgrund ihrer Herstellungsart in der Lage sind falsche Belichtungen auszugleichen, bei einem Diafilm hingegen war und ist das nicht möglich, der muss präzise belichtet werden. Ähnlich wie so ein Diafilm verhält es sich der Sensor deiner digitalen Kamera. Im Zusammenhang mit dem Thema Kontrastumfang habe ich über die mögliche Problematik der Belichtung gesprochen.
Die Belichtungszeit kann von Bruchteilen einer Sekunde bis hin zu Stunden reichen. Bei extrem langen Belichtungszeiten, Zeiten von über ca. 5 Sekunden, sprechen wir von einer Langzeitbelichtung. Bei einer Belichtungszeit, die länger als 1/60 Sekunde ist, wird es dir schwer fallen, die Kamera ruhig zu halten und du bekommst ein so genanntes verwackeltes Foto.
Bei Belichtungszeiten die länger als 1/30 Sekunde sind rate ich darum dazu ein Stativ zu benutzen.
Heute gibt es sogenannte Gorillapods.

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Ein GorillaPod ist ein Stativ , das aus flexiblen, biegsame Beinen besteht, wie auf den Fotos zu sehen ist. Qualitativ hochwertige Beingelenke biegen und drehen sich um 360 Grad! So kann das Stativ mit der Kamera an verschiedenen Stellen und Orten  angebracht werden.

Die digitalen Kameras werden immer leichter und da kann es passieren, dass auch bei Belichtungszeiten, die länger als 1/60 Sekunde sind, ein Foto verwackelt wird. Das liegt daran, dass du nicht richtig was in “der Hand“ hast, denn mit einer schweren Kamera ist es leichter die Fotos nicht zu verwackeln, doch du trägst auch schwerer an ihr.

Eine digitale Kamera muss aus der Lichtmenge, der Farbigkeit und dem Kontrast des Motivs in kürzester Zeit ein Foto berechnen. Das ist eine Rechenleistung, die ihren Preis hat. Die korrekte Lichtmenge für eine Aufnahme ergibt sich aus der Belichtungszeit und Blendenöffnung und ist abhängig von der Helligkeit des Motivs und der Empfindlichkeit des Mediums (ISO-Zahl), denn nur eine bestimmte Lichtmenge führt zu einer richtigen Belichtung. Eine zu kurze Belichtungszeit kann zur Unterbelichtung, eine zu lange Belichtungszeit zu Überbelichtung führen. Je besser die Elektronik bei einer digitalen Kamera ist, je besser die Sensoren, die diese Prozesse steuern, um so präziser kann sie das Ergebnis, in immer kürzer werdender Zeit liefern. In der Praxis heißt das, dass eine Kamera, die dann das Foto macht, wenn du auf den Auslöser drückst und nicht erst einen Sekundenbruchteil später, eine recht teure digitale Kamera sein wird. Oder, wenn die Menschen, die du fotografiert hast sagen: “… nun ja so sehe ich eben aus...” dann liegt das wahrscheinlich an diesem Verzögerungsmoment, also an der Zeit, die deine Kamera braucht um aus Lichtmenge, Farbigkeit und dem Kontrast des Motivs ein Foto zu berechnen, nachdem du auf den Auslöser gedrückt hast.
Das ist auch der Grund, warum das, was du fotografieren möchtest, manchmal schon weg ist, wenn du auf den Auslöser drückst. Dieser Verzögerungsmoment ist meist nur der Bruchteil einer Sekunde, doch er ist entscheidend über dein Motiv. Lass dich davon nicht frustrieren und stelle die Kamera, wenn möglich, auf Serienfotos, dann macht sie von deinem Motiv mehr als ein Foto hintereinander. Du kannst dann das Foto aussuchen, das dir am besten gefällt.

Wie bei analogen Kameras üblich, gibt es auch bei digitalen Kameras verschiedene Methoden, um zu einer Belichtung zu gelangen.

Manuell

Hierbei werden die Blende und die Zeit von Hand, also manuell, eingestellt. Halbautomatisch Wird die Belichtungszeit manuell eingestellt und die Blende durch die Kamera in Abhängigkeit von der verfügbaren Lichtmenge und der ISO-Empfindlichkeit gewählt, nennt sich das Blendenautomatik. Das kann auch durch ein A (Aperture) an deiner Kameraeinstellung gekennzeichnet sein. Alternativ gibt es die Zeitautomatik. Hier wird die Blende vorgewählt, also manuell eingestellt und die Zeit von der Kamera gewählt. Das kann auch durch ein S (Shutter-Speed) an deiner Kameraeinstellung gekennzeichnet sein.


Automatisch

Die Kamerahersteller haben eingesehen, dass es nicht leicht ist, mit Blende und Belichtungszeit herumzurechnen. Denn dazu musst du genau wissen, welche Wirkung z.B. eine offene Blende auf Tiefenschärfe und (indirekt) auf die Belichtungszeit hat. Es braucht Routine und Zeit, und verhindert so manchen Schnappschuss. Darum gibt es die Automatikeinstellung, und zusätzlich bei den digitalen Kameras, die Motiv Programme, die nehmen dir die Arbeit ab.

Welches Motivprogramm bietet dir deine Kamera an?

Sport

Dieses Programm sorgt dafür, dass immer die kürzestmöggliche Belichtungszeit gewählt wird. Das bedeutet zumeist, dass die Blende voll geöffnet wird. Erst wenn das zu Überbelichtungen führen würde, wird etwas abgeblendet. Eine kurze Belichtungszeit sorgt z.B. dafür, dass sich bewegende Objekte auf dem Foto scharf abgebildet werden, weil die Bewegung in einem Sekundenbruchteil eingefroren wird. Stell dir spielende Kinder oder rennende Hunde vor, einen Wasserfall oder die Gicht am Meer. Also, dieses Sport-Programm ist nicht nur für ein Foto von Fußballspielenden Männern geeignet, sondern immer dann, wenn sich dein Motiv bewegt.

Nachtprogramm

… bedeutet, die Kamera stellt sich, abhängig von der vorhandenen Lichtmenge, auf eine lange Belichtungszeit ein. Die wird so lang sein, dass du, um damit ein Foto zu machen, ein Stativ brauchst. Mit dieser Einstellung kannst du u.a. ein Feuerwerk gut ins Bild setzen.

Portraitprogramm

… beinhaltet das, dass der Ton der Haut stimmig ist und, dass der Hintergrund nicht scharf abgebildet und, dann wird auch die Gradation auf „weich“ geschaltet und die Schärfung reduziert. Die Einstellung eines Motivprogramms beinhaltet also mehr als nur die Wahl der richtigen Blende oder Belichtungszeit.

Landschaft

Hier wird der Blitz abgeschaltet, die Gradation auf „hart“ gestellt und, damit der Vordergrund auch noch scharf wird, eine kleinere Blende vorgegeben. Bei „Umgebungslicht“ wird die ISO-Einstellung auf den höchsten Wert geschaltet, die Blende voll geöffnet und der Blitz abgeschaltet.

Bei „Museum/Theater“ wird nicht nur auf hohe ISO-Werte gestellt, sondern auch das Auslösegeräusch und der Blitz abgeschaltet.

Was genau so ein Motivprogramm alles beinhaltet, wird hoffentlich in der Gebrauchsanweisung deiner Kamera ausführlich beschrieben.
Ich schlage dir vor, du wählst das Motivprogramm deiner Kamera, das dir gerade am Besten gefällt, und probierst es an einem Motiv deiner Wahl aus. Sollte dir das Ergebnis nicht gefallen, nimmst du das nächste. Notiere dir bitte, welches Motivprogramm du benutzt hast. Dies ist hilfreich, wenn du den erzielten Effekt, nachvollziehen und reproduzieren willst, also weißt, was welches Motivprogramm macht, damit du es in Zukunft gezielt einsetzen kannst.

Wichtig!!!

Formatierung
Ich rate dazu, den Chip in deiner Kamera ab und zu einmal zu formatieren. Der günstigste Zeitpunk dazu ist der, nachdem du die Fotodateien von dem Kamerachip auf den Rechner transportiert hast. Sieh’ bitte in deiner Gebrauchsanweisung nach, wie dort die Formatierung beschrieben wird.

Dateinummerierung
Wenn die Kamera es zulässt, sollte die Einstellung gewählt werden, die die Bilder kontinuierlich durchnummeriert. Sonst gibt es beim Kopieren auf die Festplatte evtl. ein Problem durch gleiche Dateinamen und bereits vorhandene Dateien werden überschrieben und zerstört!

So, das war es für den Moment, wenn es Fragen gibt, so zögere nicht diese zu stellen.

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