Was ist gute Fotografie? – z.B. Nick Waplington

Wer sich heute als Hochzeitsfotograf etabliert hat, hat ausgesorgt. Wenn er oder sie dann noch exzellente Arbeit abliefern, auch verdient. Der Markt hat ein großes Wachstumspotential, was erstaunt, angesichts der Handyknipser überall. Doch, offensichtlich ist bei den Brautpaaren der Wunsch vorhanden, ihren „großenTag“ entsprechen zu dokumentieren. Ich, im tiefsten Herzen eine rosarote  Romantikerin, kann das gut verstehen.Bildschirmfoto 2016-04-03 um 09.51.56

Während meines Studiums habe ich mich auch mit neuen fotografischen Ansätzen beschäftigt. Nick Waplington, geboren 1965, der mit seinen Arbeiten an der 49. Biennale in Venedig teilnahm gehörte dazu. In einem seiner Bücher geht es um „The Wedding“. In der Zeit meines Studiums beschäftigten wir uns mit dieser Art von geblitzten Farbfotografien. Ich konnte mich damit nie so recht anfreunden, wenn ich ehrlich bin.
Die Fotografien in „The Wedding“ haben wenig mit dem zu tun, was Hochzeitsfotografen heutzutage dem Brautpaar abliefern. Seine Arbeit ist vielleicht „real“ zu nennen? Sie zeigt die Hochzeit eines Paares der englischen Arbeiterklasse: Das Haus ist ein Chaos, überall Kinder. Janet, die Braut ist weiß, enorm dick und  Mutter von fünf kleinen Kindern. Ihr Bräutigam Clive, ist schwarz.

Sozialdokumentarische Portraits? Eine Reportage?

Der Fotograf hat sich mit den Familien, in denen er auch seine anderen Bücher fotografierte, angefreundet und mit ihnen gelebt, ansonsten wäre diese intime Nähe sicher nicht möglich gewesen. Doch was wir nicht vergessen dürfen ist, diese Fotografien sind Waplingtons Interpretation dessen, was er gesehen hat. Im Netz finden sich leider wenig Fotos aus dem Buch. Bei Pinterest befassen sich einige Alben mit dem Fotografen —> Link

 

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