Erschöpft

Ich bin erschöpft von diesem ewigen Kampf ums Geld.

Angesichts der Tatsache, dass anderswo Menschen um ihr bloßes Überleben kämpfen müssen, kommt mir das zwar wie Leiden auf hohem Niveau vor, doch das kann ich nicht ändern. Weder das Leiden der Menschen, noch das mein Klagen unberechtigt erscheint, angesichts ihres Leidens.

Ich habe mich entschlossen Studiofotografin zu sein und liebe es, doch ohne Studio kann ich es nicht sein. Und im Moment sieht es so aus, als wenn sich kein Studio zu bezahlbaren Konditionen für mich finden würde.
Was bedeutet das?

Ganz schlicht: in ein paar Monaten werde ich keine Studiofotografin mehr sein.
DAS KLINGT WIE SCHEITERN, ist es vielleicht auch.
Es sollte doch möglich sein, auch für mich, von seiner Arbeit zu leben, nicht im Luxus, sondern ganz normal, doch was ist, wenn diese Rechnung nicht aufgeht? Wenn die finanziellen Anforderungen immer höher werden? Wann kommt der Punkt, an dem ich einsehe, dass es so nicht weitergehen kann?

In der Nebenkostenabrechnung meines derzeitigen Studios gibt es einen Punkt der nennt sich „Allg. Strom und Wasser“. Gemeint ist damit die Treppenhausbeleuchtung und der Wasserverbrauch. Da mein Studio doppelt so groß ist wie die Wohnungen in diesem Haus und der Verbrauch auf die Quadratmeter umgelegt wird, zahle ich doppelt soviel wie eine vierköpfige Familie, die in diesem Haus wohnt, duscht, kocht usw.
Sowas kann rechtlich richtig sein?
Der Wasserverbrauch für ein Objekt von gleicher Größe und ähnlicher Nutzung betrug im letzten Jahr € 55 ich muss an die € 500 bezahlen. Das heißt da fließt seit Jahren mein schwerverdientes Geld hin. Ich finanziere also den anderen Wohnungen ihren Wasserverbrauch, ganz zu schweigen von dem Strom fürs Treppenhaus, den ich ja so gut wie nie nutze.

Solche Punkte lassen mich verzweifeln. Mein Studio ist feucht, weil seit Jahren und besonders in den letzten Monaten, ungeschützt Wasser von außen eindringen konnte. Als ich den Vermieter aufgefordert habe diesen Missstand zu beseitigen, hat er mir gekündigt.

Es gibt ein Objekt, das ich anmieten könnte. Es ist halb so groß wie mein bisheriges Studio kostet jedoch genau so viel. Kann das berechtigt sein? Wohl eher nicht.
Was bringt es mir, wenn meine monatliche Belastung so hoch ist, das ich kaum atmen kann? Auch wenn ich mit großer Leidenschaft Fotografin bin und auch eine recht gute?
Ich denke, ich mache marketingtechnisch alles was möglich ist und ich mache eine gute Arbeit und ich habe zufriedene Kunden. Doch was ist, wenn das alles nicht reicht?

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