Fernsehserien

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Ich bin eine Fan amerikanischer Serien.

M*A*S*H, CHEERS, oder dessen Spinoff „Frasier“ und ja aktuell freue ich mich über die Fortsetzung von „Gilmore Girls“ und ganz besonders liebe ich es mir die alten Folgen von „Friends“ anzusehen. „Emergency Room“ nicht zu vergessen, usw. usw.
Serien im Fernsehen sind für mich eine Art „Märchen“ für Erwachsene. Wenn sie in der Gegenwart spielen, finde ich sie besonders interessant, weil sie dann Tatsachen einbeziehen müssen, um glaubwürdig zu sein. Was ich meine ist, die Story muss mit einem Fuss in der Realität stehen und mit dem andern in der Fiktion von etwas, das genau jetzt stattfinden könnte.

Designated Survivor (dt. Designierter Überlebender) ist eine US-amerikanische Fernsehserie mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle. Die Erstausstrahlung fand am 21. September 2016 bei ABC statt. Seit dem 6. November 2016 ist die Serie im deutschsprachigen Raum bei Netflix abrufbar. Nicht wie sonst am Stück, also alle Folgen auf einmal, sondern nur jede Woche eine Folge. Das mag daran liegen, dass noch nicht alle 22 Folgen produziert sind.

Um was geht es?

Ich habe versucht mir „House of Cards“ anzusehen, doch, wenn in den ersten Minuten gleich ein Hund ermordet wird, bin ich raus, sowas kann ich mir nicht ansehen.
Kirkman, der Designierter Überlebende, gespielt von Kiefer Sutherland, ist das Gegenteil von Frank Underwood aus House of Cards. Statt eines eiskalten Machtmenschen, der sich zum höchsten Amt der USA durchbeißt, ist er nur ein eher unbekannter Hinterbänkler. Nun hat ihn das Schicksal ins Oval Office gesetzt.
Stimmt schon, endlich ist der Wahlkampf in den USA, diese Schlammschlacht in den Medien, vorbei und ich habe nichts besseres zu tun als mir so eine Serie anzusehen, die eben genau wieder dort handelt.
Vor 8 Jahren, als Obama Präsident wurde, habe ich mir „West Wing“ angesehen, eine  US Serie, die zwischen 1999 und 2006 produziert wurde. Sie zeichnet den Alltag eines fiktiven US-Präsidenten und seines Beraterstabs nach. Viermal wurde die Serie mit dem Emmy in der Kategorie Beste Dramaserie ausgezeichnet. Der West Wing ist der Gebäudeflügel des Weißen Hauses, in dem das Oval Office sowie die Büros der engsten Präsidentenberater und ihrer Mitarbeiter untergebracht sind. Charakteristische Merkmale der Serie sind die wortlastigen und schnell gesprochenen Dialoge, die typisch für Autor und Serienschöpfer Aaron Sorkin sind.

bildschirmfoto-2016-11-27-um-20-53-50Damals habe ich viel erfahren über die Struktur eines Wahlkampfs in den USA und wie das mit dem Mitarbeiterstab des Präsidenten und dem Kongress funktioniert. Ich fand das interessant.
In der Serie Designated Survivor wird gezeigt, dass ganz plötzlich das Amt des US-Präsidenten wechseln könnte, denn es wurde eine Nachfolgeregelung entdeckt, durch die man von einem Moment auf den nächsten zum Oberhaupt der Vereinigten Staaten werden kann. Es braucht dazu nur die größte denkbare Katastrophe. Hier, in dieser Serie, wurde beinahe die komplette US-Regierung bei einem Terroranschlag getötet. Der Zufallspräsident, der seine Panik in den Griff bekommen muss, um den souveränen Staatsmann zu spielen, der er nie sein wollte, klingt fast wie der Wunsch der vielen Amerikaner, die mit keinem der beiden realen Kandidaten etwas anfangen konnten.

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Ich in auch ein Fan der Serie „Homeland“, weil ich starke Frauenrollen mag. Böse Zungen könnten behaupten, es ging mir um das Genre Terrorparanoia und Eskalationslogik. Das ist jedoch zu kurz gegriffen. Wie schon gesagt immer mit einen Fuss in der Realität.
Was ist, wenn diese Serien dem Zeitgeist eines tief gespaltenen Amerikas entsprechen? In Designated Survivor hallt das verlorene Vertrauen in die politischen Eliten wieder. Die Serie spitzt die Feindschaft der politischen Lager bis zum Äußersten zu und lässt wahr werden, was bisher nur hysterische Wahlkampfrhetorik war: Amerika putscht gegen sich selbst.

  • Veröffentlicht in: News

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