Gilmore Girls

Ja, ich weiß, es geht schon wieder um eine TV Serie – wie langweilig, oder?

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So sahen sie aus, die Stars der Serie die von 2000 bis 2007 produziert wurde und in der das Leben der alleinerziehenden Lorelai Gilmore (Lauren Graham) und ihrer jugendlichen Tochter Rory (Alexis Bledel), die in der fiktiven Kleinstadt Stars Hollow in Connecticut leben erzählt wird.
Es geht um Familie, Generationenkonflikte, Liebe und einer putzigen amerikanischen Kleinstadt mit vielen skurrilen Charakteren und Festen. Die Serie ist bekannt für ihre extrem schnellen und spritzigen Dialoge mit vielen Anspielungen auf Film, Musik, Politik, Literatur und Ereignisse des Zeitgeschehens.
Als im Oktober 2015 bekannt wurde, dass es eine Fortsetzung gibt, konnte ich es kaum fassen, wie alle Fangs. Und als der neue Sendetermin, 25. November 2016, feststand, habe ich mir alle Folgen, die inzwischen bei Netflix verfügbar sind, noch einmal angesehen.
Die Dreharbeiten zur neuen Staffel begannen am 2. Februar 2016 in Los Angeles und dauerten bis zum 30. Juni 2016 an. Aus dem ursprünglichen Ensemble fehlte lediglich der 2014 verstorbene Edward Herrmann.
Die Fortsetzung trägt auf Deutsch den Titel „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“. Und heute nun, habe ich mir die letzte Folge angesehen, und bin ein wenig traurig.
Jede der 4 90-minütigen Episoden spielt in einer Jahreszeit – keine Ahnung warum. Ich habe einiger der Kritiken gelesen, sie klingen wenig begeistert. Ich habe jedoch keine Lust einen Verriss zu schreiben, denn ich bin auch Mutter einer Tochter und sentimental und liebe die „Gilmore Girls“, darum nur soviel: Die letzte Staffel endete damit, dass Rory, eine sehr kluge junge Frau, den Heiratsantrag von Logan ablehnt und damit die Zuweisung einer traditionellen Frauenrolle, um als Journalistin den Wahlkampf von Obama zu begleiten. Ich fand das sehr weitsichtig von den Drehbuchautoren, den schließlich wurde er Präsident, Obama. Wenn Du rechnen kannst dann weißt Du, das ist schon ein paar Jahre her. In der gerade angelaufenen neuen Staffel hat die über 30jährige, inzwischen erfolgreich gewesenen Journalistin, Rory gerade einen Karriere-Kriese und wieder eine Affäre mit Logan, der kurz vor seiner Hochzeit mit einer anderen steht. Rory, die angeblich kein Geld hat, was nun wirklich nicht stimmen kann, wie eingefleischte Fans nur allzugut wissen, fliegt ständig, ohne Jetlag, zwischen London und den USA hin und her. Es gibt auch noch andere Ungereimtheiten, deren Gründe mich nicht interessieren, denn sowas ist einfach nur schlechtes Handwerk und fühlt sich an, wie mit der heißen Nadel gestrickt.

bildschirmfoto-2016-11-29-um-23-53Auf jeden Fall gesteht Rory in den letzten Minuten der Folge ihrer Mutter, die endlich ihre große Liebe geheiratet hat, das sie schwanger ist. Der Vater kann nur Logan sein. Und das ist nun das genaue Gegenteil des Endes der Serie von vor knapp 10 Jahren. Rory erwartet, als unverheiratete Frau, von einem reichen Typ, mit dem sie eine Affäre hat, während der mit einer anderen verlobt ist, ein Kind, das, wenn sie es bekommt, ihrer Karriere sehr im Wege stehen wird.
Oh, ich will jetzt nicht hören, das Kindern das grosse Glück sind, usw. Rory ist erst 32 und kann mindestens noch 10 Jahre lang Kinder bekommen, dann, wenn sie z.B. die Karriere hat, für die sie ausgebildet wurde. Doch nun muss sie die ihr zugewiesene Frauen-Rolle übernehmen, anstatt Karriere zu machen, was ich unsagbar traurig finde.
Vielleicht macht es mich auch darum traurig, weil es mich an die verpassten Momente erinnert, in denen ich gehindert wurde Karriere zu machen? Keine Ahnung.
Ein wirklicher Lichtblick ist die Entwicklung der Rolle ihrer Großmutter: Emily Gilmore – das hätten wir Fans nun wirklich nicht erwartet.

Ich werde mich jetzt mit Folgen von „Friends“ aufmuntern, oder ins Bett gehen  –
oder bei Twitter alles mit #GilmoreGirlsFinal4Words lesen.

  • Veröffentlicht in: News

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