Mitternacht

Ja, es ist spät und ich sollte im Bett liegen und schlafen doch, ich bin tief berührt, ehrlich.

Heute Morgen ging es mir nur schlecht, aber so was von schlecht, dass ich nicht anders konnte als es zu benennen. Und ich musste mich fallen lassen, in diesen Blues, denn ich wusste, tief innen, nur so würde sich was ändern. Und ja, was soll ich sagen, das hat es. Es gab viele liebe Kommentare, hier auf meinem Blog und bei FB und Anrufe – Ihr seit einfach toll – fühlt euch virtuell umarmt!

Ohnmacht!

Das ist das Wort, das meine Verfassung treffend umschreibt.
Ich fühle fühlte mich ohnmächtig gegenüber dem, was da passiert.
Sicher, es war nicht notwendig oder zweckmäßig, sondern kam aus einer uralten Erfahrung. Ich habe schon PTBS erwähnt. Ja, damit hat es zu tun. Also mit alten Reaktionen auf ebenso alte Gefühle, die mein System jedoch als real erlebt, auch wenn sie es nicht sind.
In der Regel erkenne ich sowas inzwischen ziemlich zeitnah, doch, in Momenten der totalen Erschöpfung*, wie z.Zt., scheint das eben nicht zu funktionieren, wenn ich es jedoch erkenne, fühle ich mich augenblicklich besser.
Das ist ganz eigenartig, dann sind alle Blockaden, alle Lähmungen, all das ohne-Macht-sein wie weggeblasen und ich fühle mich leicht und beschwingt und bin unendlich stolz darauf, es wieder einmal geschafft zu haben.
Es ist so, als wenn in einen erschlafften Ballon wieder Luft geblasen würde, und dieser sich erheben und gen Himmel fliegt – ja so fühlt es sich an.

Ich bin beschwingt vom Studio nach Hause gefahren und habe mir die 6. Staffel einer Serie gekauft und angesehen, ich fand, das hatte ich mir verdient. Es ist „The good Wife“, wer sie kennt, versteht mich bestimmt.

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 00.51.20

Ich freue mich auf die Termine, die ich in dieser Woche haben werde und auf die neuen Ideen, die sich in meinem Kopf gerade anfangen zu formieren.
Ach ja, das Wetter. Vergessen wir es einfach und freuen wir uns darauf, dass es so nicht bleiben wird.
Politik, ich habe eine Freundin in Wien gefragt, wohin wir den auswandern werden, wenn es sich nicht ändert?
Was ich damit sagen will?
Wenden wir uns wieder dem Alltäglichen zu und betrachte den 26. April als einen der Tage, die es in meinem Leben hin und wieder geben wird, die es jedoch nicht bestimmen werden, einverstanden?
Danke!

Rheinhausen

* Zum Thema Erschöpfung habe ich schon so manches geschrieben. Hier nur soviel: eine Situation die bestimmt ist durch eine ständige ökonomische Bedrohung ist eben erschöpfend. Das ist vielleicht unvorstellbar, wenn monatlich ein Gehalt auf dem Konto eingeht und wenn dieses einen Überziehungskredit hat. Das ist ein Luxus, den ich nicht genieße und trotzdem liebe ich mein Leben.

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