Was ist gute Fotografie? – z.B. Robert Frank

Auch ihn entdeckte ich während meines Studiums.
Was für eine Offenbarung.
Das waren eben noch andere Zeiten, damals 1955, als er das Guggenheim-Stipendium bekam.

Robert Frank reiste durch die USA machte 28.000 Fotos, von denen er 83 zu seinem Buch „Die Amerikaner“ zusammenstellte.


       

Er hat mit seinem Stil Generationen, oder  zumindest die meiner Kommilitonen, beeinflusst, das ist mal klar.

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Bücher von Robert Frank

Guten Morgen lieber Sonntag!

Es ist Sonntag, 4:20h und ich bin aufgestanden, weil ich wach wurde.
OK, nach fast 7 Stunden Schlaf nicht verwunderlich.
Zuerst war ich nörgelig drauf, doch dann habe ich gesehen (bei FB), auch Andere sind bereits wach.
Wieso ändert das was? Keine Ahnung.
Habe was gelesen und gelernt, dass Lorbeer zu verbrennen eine gute und entspannende Stimmung machen soll. Bin also in die Küche, habe Wasser für einen Tee aufgesetzt und Lorbeerblätter in ein Gefäß getan, um sie dann am Tisch darin zu verbrennen. Die Römer und Griechen wussten es einfach: Lorbeer ist einfach ein richtig gutes und vielseitiges Kraut. So einfach und so effektiv.

Inzwischen ist es 5:50h, die Sonne ist aufgegangen und es wird von Sekunde zu Sekunde heller draußen, obwohl es auch noch sehr still ist. Ok, die Sonne geht sowieso auf, ob still oder laut. Ich habe nur selten die Gelegenheit zu bemerken, dass es draußen so ruhig ist auf der Straße, auf die ich blicke, wenn ich in der 5. Etage aus dem Fenster sehe.

Der verbrannte Lorbeer riecht wirklich gut und hat es geschafft, meine schweren Gedanken zu vertreiben. Vielleicht nutze ich die gewonnenen Stunden dieses Tages dazu, hier ein wenig aufzuräumen – es wäre nötig. Auch könnte ich damit beginnen meinen Balkon aufzuräumen und seine Bepflanzung vorzubereiten. Vor einem Jahr war er bereits sommerlich erblüht, weil frisch bepflanzt, das war so schön und ich hatte ein extra Zimmer. Sicher ist, ich werde mir so viele Möglichkeiten überlegen, was ich tun könnte, dass, bis ich dazu komme, mich zu entscheiden, der Tag schon so gut wie um ist.
OK. Ich sollte das lassen, mich zu verurteilen für das, was ich wie bin, meine ich. Die Sonne kommt gerade hinter einer Wolke hervor und soll, laut Wetter App, um 9:00h wieder verschwinden, schade. Vielleicht lege ich mich auch einfach wieder zu Negrita in mein Bett und schlafe noch ein wenig, ja, mir ist danach….

11:11h – die Uhrzeit stimmt, auch wenn nicht Karneval ist. Habe mich doch tatsächlich noch mal ins Bett gelegt und tief und entspannt geschlafen – toll war’s. Dann war ich mit meinen Mädels in unserem Pieselpark und die Sonne scheint immer noch. Ich habe mir einen Kaffee und meine Morgen-Frucht-Buttermilch gemacht, spüre meine Nackenverspannungen und bedauere es sehr, das meine Heilerin, die Frau, die mich mit ihren Händen immer wieder geheilt hat, vorübergehend ihre Praxis geschlossen hat. Wg. einer Lebenskrise hat sie sich als Bedienung anstellen lassen und fühlt sich dort sehr wohl. Ich gönne es ihr, dass sie sich wohl fühlt meine ich, nicht die Lebenskrise.

Solche Krisen gibt es doch immer wieder, bei jedem Menschen, oder nur bei den empfindsamen, sensiblen? Ich weiß es nicht. Bei mir kommt die „Sinnfrage“ auch alle naslang um die Ecke. Meine Therapeutin nannte es mal den Säbelzahntiger, dem ich nicht würde entwischen können. Seis drum, bin kampferprobt, doch habe ich in der letzten Zeit ein wenig zu viele vor dem Rechner gesessen und für meine Nackenmuskulatur zu wenig an Ausgleich geschaffen, so dass die sich nun schmerzhaft meldet. Ich werde mir gleich ein paar Mudras aussuchen und die dann machen und mir dann dabei zusehen, bzw. nachspüren, wie es mir besser geht. Ja,das werde ich machen.

Ich zeige meine Arbeitsergebnissse ja nicht nur hier auf meiner Seite, sondern auch auf anderen Plattformen, z.B.bei Instagram oder 500px. Instagram hat mich heute mal wieder mit ihren Gemeinschaftsrichtlinien konfrontiert:

Instagram – Gemeinschaftsrichtlinie:

Poste Fotos und Videos, die für eine vielfältige Zielgruppe geeignet sind.
Wir wissen, dass es sein kann, dass Personen Bilder von Nacktheit als künstlerische oder kreative Darstellungsform teilen möchten. Aus verschiedenen Gründen ist die Darstellung von Nacktheit auf Instagram jedoch nicht zulässig. … Dazu zählen auch einige Fotos, auf denen Brustwarzen von Frauen zu sehen sind. Fotos, die Narben nach einer Brustamputation oder aktiv stillende Mütter zeigen, sind jedoch erlaubt. Auch Nacktheit in Fotos, die Gemälde und Skulpturen abbilden, sind in Ordnung.

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Ich kann hier auf meinen Blog, auf meine HP ja nur dann intime Bilder einstellen, wenn ich einen entsprechenden Vertrag habe. Da ich Lisa mit so einem  „Vertrag“ fotografiert habe, konnte ich die wunderbaren Arbeitsergebnisse zeigen und ich spüre, wie glücklich mich das macht, sie gemacht zu haben und sie zeigen zu können. Ich habe geschafft, ein Licht zu erzeugen, das ähnlich weich ist, wie es Tageslicht sein kann – ach, das war schön. Es ist ja so, dass ich als Fotografin mit Licht arbeite, also mit dem, was das Licht macht. Da ich Studiofotografin bin, tue ich das in einem Studio. Das macht mich Wetter- und Jahreszeiten unabhängig.
Es sollten Aktaufnahmen werden, denn mit Licht die Körperformen nachzuzeichnen ist etwas wunderbares. Der weibliche Körper ist besonders gut dazu geeignet.

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Nun suche ich ein Paar, also einen Mann und eine Frau für so ein Shooting, denn ich habe immer wieder Kunden, die so ein Shooting wollen und da ich denen ja nicht die Fotos andere Kunden zeigen kann, brauche ich also Fotos mit „Vertrag“, damit ich was zum zeigen habe. Gemeint ist hier der TfP Vertrag. Der vorsieht, dass ich, die Fotografin, das oder die Modelle nicht mit einer Gage, sondern mit den Resultaten der Fotoaufnahmen entlohne.
Wer also Jemanden kennt, der Jemanden kennt, der Interesse daran hätte, mit mir bei so einem Shooting zusammenzuarbeiten, bitte umgehend melden unter: mail (@) beateknappe.de

Lisa

Mit Lisa habe ich ein neues Lichtset getestet. Und ich muss sagen, es gefällt mir gut. Ich bin ja immer noch dabei, mich in meinem neuen Studio zurecht zu finden – lichttechnisch –  denn hier ist das Licht halt anders, als in meinem alten Studio.
Und ich hatte so eine Art Licht im Kopf, wie ich dann tatsächlich hinbekommen habe – ich freue mich riesig. Und ja, ich kann die Fotos hier zeigen, denn genau desahalb habe ich sie mit Lisa gemach.t

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Das Leben ist zu kurz, um irgendetwas ohne Leidenschaft zu tun.

Ich habe gerade wieder alles gelöscht, was ich bisher geschrieben habe, alles! Denn ich will das nicht. Ja, ich bin ein leidenschaftlicher Mensch und ich leide mit Leidenschaft und ich freue mich mit Leidenschaft, ich arbeite mit Leidenschaft und das nicht-arbeiten auch mit Leidenschaft zu tun, muss ich noch lernen. Was ich auf jeden Fall mit ganz viel Leidenschaft bin, ist die OMA von ElmoIMG_9187

In diesem Sinne, lasst uns unser Leben genießen – mit ganz viel Leidenschaft!

Mudras

Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und laß dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

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Dieses Gedicht von Rainer Maria Rilke passt irgendwie auf meine momentanen Gefühle, ist mein Eindruck.

Das mein Immunsystem nicht so auf der Höhe war, wie es sollte, war ja offensichtlich. Darum habe ich angefangene Vitamin D, hoch dosiert, zu nehmen und auch noch das ein oder andere Mittel, und ich hatte den Eindruck, es tut mir gut, ich fühlte mich weniger erschöpft.
Es ist so, dass ich keine Schilddrüse mehr habe und dies substituierte. Nun ist es aber auch so, dass das Fehler dieses Organs, der Schilddrüse, langfristig zu Mängeln führen kann, die wiederum zu Beschwerden führe können. Mein, von mir sehr geschätzter, Endokrinologe, hatte vor einem Jahr einen Herzinfarkt und seit diesem Jahr (2016) behandelt er nur noch Privatpatienten, also mich nicht und ich muss mir einen neuen Endokrinologen suchen, was aber nicht so einfach ist. Darum muss ich selber einschätzen, ob meine Erschöpfung angemessen ist oder pathologisch.

Dann war es so, dass ich seit Tagen, ich weiß nicht mehr wie vielen – vielleicht 10, Spannungskopfschmerzen hatte, jeden Tag. Sie machen einen steife Nacken und Druck hinter den Augen und auf der Stirn. Außerdem fühlte mich erschöpfter, als es sein müsste, schließlich arbeite ich nicht auf dem Bau, und es wurde von Tag zu Tag schlimmer, war mein Eindruck.

Außerdem fragte ich mich, ob ich mir mein Leben „im Alter“ so vorgestellt hatte.
Hatte ich mir überhaupt Vorstellungen gemacht?
Wohl eher nicht.
Ich habe einfach nur gelebt. Wollte keine Angst haben, keine Zweifel an meiner Fähigkeit mit „allem“ fertig zu werden.

Rückblickend denke ich, es war der Blick auf mein Konto, zu Anfang des Monats, der meinen Saboteuren und Geistern aus der Vergangenheit wieder ermöglichte, sich in meinem System einzunisten und mich zu dominieren. Es waren Fragen nach dem Sinn des Lebens, meines Lebens und den Anforderungen meiner aktuellen Projekte, die ein Spannungsfeld erzeugten, auf das ich, bzw. mein Körper somatisierend reagiert.
Vielleicht ist der Begriff „psychosomatisch“ eher verständlich. Was ich meine ist, dass eine „Stimmung“, hier war es wohl so, dass ich im übertragenen Sinne und auch wörtlich „die Zähne zusammen gebissen“ habe, zu der schlimmen Verspannung im Kopf- und Nackenbereich führte. Diese machte dann die Schmerzen, mit denen ich umgehen musste. Dazu kommt dann vielleicht eine Art Heuschnupfen, denn besonders schlimm war es, nachdem ich längere Zeit auf eine Bank im Wald, am Rand einer Wiese gesessen hatte.

Was ich immer wieder erstaunlich finde ist, ich kann trotzdem fotografieren. Ja, das kann ich, und das auch noch gut. Ich kann dann jedoch nicht so freundlich sein, wie ich es normalerweise sein kann, habe ich bemerkt. Bin eher gereizt usw. und ich bin total erschöpft am Abend, zu Hause. Dort schaffe ich es dann nicht mehr ein wenig aufzuräumen.
Also, ich schleppe mich nur noch so durch den Tag und schlafe schlecht, so das ich mich am Morgen nicht wirklich erholt und frisch für den Tag fühlte.
Doch dann kam ein Punkt, an dem es einfach nicht mehr ging. Entweder hatte ich einen unentdeckten Gehirntumor, eine Gehirnhautentzündung oder einfach nur einen schlimmen Heuschnupfen.
Was ich dann getan habe?
Ich habe mich einfach ins Bett gelegt, als ich das Gefühl hatte, es wäre nötig, und ich habe geschlafen, viel geschlafen. Dann habe ich mich an Mudras erinnert.

Mudras, auch FingerYoga genannt, kenne ich schon lange und es hat mir immer gut getan – ich frage mich, warum so etwas nur in Vergessenheit geraten kann.
So in etwas sieht das aus.

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Es war wirklich ein tolles Gefühl zu spüren, wie sich mein Kiefer entspannte und ich ununterbrochen Gähnen musste. Danach konnte ich wieder gut schlafen und ich habe es vermieden, mich dem Pollenflug auszusetzen.

Per Zufall habe ich einen Blogbeitrag entdeckt, den ich im Dezember 2014 geschrieben habe und der immer noch aktuell ist, so scheint es mir. Und als nächstes poppt eine Werbung, bzw. ein Hinweis, auf OnlineVorträge von Sue Bryce auf dem Monitor auf, als ich online ging. Sie ist eine aus Australien/Neuseeland stammende Fotografin, die in LA lebt und dort als Glamour Fotografin tätig ist. Außerdem ist sie berühmt für ihre Workshops. Sie ist sehr sympathisch und schon Jahrzehnte im Geschäft als Fotografin, sie weiß also, worüber sie spricht  – eine großartige Frau. Des öfteren habe ich mir schon angehört was sie zu sagen hat, bin manchmal an ihrem Akzent verzweifelt, weil ich nicht verstand, was sie sagte, doch inzwischen verstehe ich sie ganz gut.
Sie ist u.a. der Meinung, dass das, was uns Frauen davon abhält, ein Einkommen zu haben, von dem wir leben können, unsere Glaubenssätze sind. Diese lauten u.a. so:  wir verdienen es nicht, sind es nicht wert für unsere Arbeit bezahlt zu werden, usw.

Was sind Glaubenssätze?

Ein Glaubenssatz ist eine konstruktivistische Grundannahme, also etwas, von dem wir überzeugt sind, was aber nicht richtig sein muss. Glaubenssätze sind Gedanken, die tief in uns verankert sind und somit für uns wahr sind. Sie werden wieder und wieder gedacht. Oftmals ist uns das gar nicht bewusst. Glaubenssätze werden auch unbewusst durch Erziehung und Erfahrungen eingeprägt. Sie sind dafür verantwortlich, wie wir unser Umfeld bewerten und auf Ereignisse reagieren. Gemäß dieser Glaubenssätze nehmen wir die Wirklichkeit wahr – diese Wahrnehmung kann in den Augen anderer befremdend oder nicht sinnvoll sein. Das wird dir bekannt vorkommen:

  • Wenn dir etwas misslungen ist: „Das kann ja nur mir passieren“ oder „Das Leben ist hart“
  • „Ohne Fleiß kein Preis“

OK, das hört sich plausible an und macht mich nachdenklich dahingehend, dass ich etwas ändern muss/möchte/werde.
Ich werde mir klar machen was ich gerne auch in Zukunft fotografieren möchte und wie viel Umsatz ich brauche, um ohne Angst leben zu können. Das ich eine gute Arbeit mache, steht nicht zur Diskussion. Das ich dafür nicht ausreichend bezahlt werde, sollte geändert werden.

Ich liebe es zu fotografieren. Die Fotografie bedeutet mir sehr viel. Es macht mich glücklich zu fotografieren und es macht mich sehr unglücklich, auf ein leeres Konto zu blicken!


Bücher zum Thema Madras


 

Was ist gute Fotografie? – z.B. Richard Avedon

Marina Meier ist eine junge Fotografin, die ich online kennengelernt habe. Sie ist in Kazakhstan geboren und kam 1999 mit ihrer Familie nach Deutschland und wurde zur Fotografin ausgebildet. Seit 2014 lebt und arbeitet sie in Australien. Hier ihr Beitrag zum Thema:

Ich denke, dass es mit guter Fotografie ist wie mit allem anderem: es kommt auf den Betrachter und seinen Geschmack an. Was für Einen ein wunderschönes Foto ist, könnte für einen anderen nichts sagend und langweilig wirken. Ich bin eine Portrait-Fotografin und das hier ist meine eigene Vorstellung von guten Fotografie. Ich persönlich mag sehr gerne Schwarz/Weiss Fotos, am liebsten kontrastreich, aber nicht nur. Bilder, die mir Geschichten erzählen, die bei mir ein Kopfkino auslösen und Emotionen wecken – sind für mich gute Fotografien.

Einer meiner Lieblings-Fotografen ist Richard Avedon. Seine Fotografie ist gute Fotografie, für mich.

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Hier einige Buchempfehlungen

Crowdfunding – Dankeschön – Geld – warum?

Projekt unterstützen

„Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.“

Abbas Khider

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OK. Es scheint so, als wenn das, was ich beabsichtige und wie Du mich unterstützen kannst, nicht ganz verständlich ist. Darum hier der Versuch einer Erklärung.

Ich bin Fotografin und ich mache Portraits. 
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Vor einem Jahr habe ich damit begonnen Frauen zu portraitieren, die aufgrund ihrer Krebserkrankung eine Chemotherapie bekommen und ihre Haare verlieren.

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Schon wieder waren „Haare“ mein Thema, schon richtig, denn vor 2 Jahren habe ich damit begonnen Frauen zu porträtieren, die aufgehört haben sich ihre Haare zu färben.
Warum auch immer, ist ein anderes Thema.

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Es stellte sich heraus, dass meine Portraits von an Krebs erkrankten Frauen, „mehr“ sind als nur „Portraits“.

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Sie sind eine Art Therapieunterstützung.

Nach dem Shooting und der Veröffentlichung der Fotos schrieb Ulla z.B.:
Beate, in deinem Artikel zu diesem Projekt hast du unter anderem geschrieben, das du Frauen, die ihr Haar durch eine Chemotherapie verloren haben, zeigen willst, das sie trotzdem „weiblich“ sind… und genau das hast du mir in dem Shooting gegeben! Dafür bin ich sehr dankbar! 
Es sind genau solche Situationen, Momente, Begegnungen, Gespräche, Facebook – Kommentare und Gefällt-mir-Klicke, auch das unsichtbare Zunicken, derer, die nicht genau wissen wie sie reagieren sollen und tatsächlich auch das Erkennen der eigenen Stärke, was einem Kraft schenkt.“

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Ich will mich hier nicht als „Gut-Mensch“ darstellen, denn das bin ich sicher nicht. Ich liebe es Fotografin zu sein. Zu fotografieren, bedeutet alles in meinem Leben.
Wie ich auf meine Idee zu den freien Themen komme, kann ich oft nicht erklären, warum auch, ich tue es einfach.

Vor einem Jahr dachte ich, nachdem ich die ersten Frauen für „Fuck you cancer“ vor der Kamera hatte, dass ich das nicht aushalte, dass mich das runter zieht, schließlich waren diese Frauen jünger als meine Tochter. Und welche Mutter kann sich vorstellen, dass ihre eigene Tochter ….?  Nee, ich nicht.

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Dann rief Anna mich zu Anfang dieses Jahres an. Sie hatte von dem Projekt erfahren, war aktuell an Brustkrebs erkrankt und wollte von mir fotografiert werden. Ich bat mir Bedenkzeit aus und entschied mich dann dafür, Anna zu fotografieren.

Warum?

Ich hatte den Eindruck, es jetzt tun zu können, ohne selber darunter zu leiden.
Ich hatte es offensichtlich geschafft eine Distanz aufzubauen.
Ich hatte es geschafft mich nicht persönlich so betroffen zu fühlen, dass es mich fertig machte.
Ich hatte begriffen, dass meine Portraits etwas bewirken, etwas Gutes bewirken, sowohl bei den Frauen, als auch bei mir, denn wenn ich fotografiere, tut mir das auf jeden Fall gut, den zu fotografieren bedeutet mir alles in meinem Leben, doch das sagte ich schon. Also machte ich weiter, erzählte davon im SozialWeb und lud betroffenen Frauen ein, sich bei mir zu melden.
Inzwischen habe ich 10 Frauen portraitiert, die unterschiedlicher nicht sein können.

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Da ich Düsseldorfer „Künstlerin“ bin, wurde ich eingeladen, im September 2016, an den Kunstpunkten teilzunehmen. Ich entschied mich dafür mein „Fuck you cancer“-Projekt auszustellen.
Das war einfach.

Doch, wie finanziere ich diese Ausstellung?

Soviel Geld habe ich nicht in der Portokasse, habe ich überhaupt eine Portokasse? – ich denke nicht. Auf jeden Fall habe ich nicht soviel Geld, um so eine Ausstellung alleine zu finanzieren. Darum kam ich auf die Idee ein Crowdfundingprojekt zu starten.

Was eine „Crowd“ ist?

Das sind eine ganze Menge von Leuten – Unterstützer meines Projektes.
Diese bitte ich, für mein Ausstellungs-Projekt – „Fuck you cancer“ – eine bestimmte Summe, in einem festgelegten Zeitraum, in einen Topf einzuzahlen. Bzw. die Absicht zu erklären, dies zu tun, damit das Projekt realisiert werden kann. Falls die angestrebte Summe nicht erreicht wird, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück. Wenn es gelingt über die Crowd das Projekt zu finanzieren, erhalten die Unterstützer in der Regel eine Gegenleistung – ein Dankeschön -, das die vielfältigsten Formen annehmen kann. Bei mir sind es Fotoshootings, Wandbilder, usw. – sieh es Dir an —> hier. Ich muss noch einmal ausrechnen, ob der von mir angestrebte Betrag tatsächlich auch ausreicht, denn einige Dankeschön’s kosten halt Geld und die Porto- & Verpackungskosten sind auch nicht ohne und, wen wundert es, ich muss den erzielten Betrag auch versteuern.

Ich habe bisher schon sehr viel Zeit in die Vorbereitung meiner Crowdfunding-Aktion gesteckt. Habe eine Kollegin gewonnen, ein Video zu produzieren, Thomas hat ein Interview gefilmt – ohne, dass die beiden eine finanzielle Gegenleistung dafür bekommen hätten.
In SozialWeb habe ich darum gebeten Fan des Projektes zu werden und mir, in der Startphase, ein Feedback zu geben, dazu, ob ich verständlich machen kann, um was es mir geht, usw.
Das alles war bisher recht erfolgreich – finde ich.
Nun habe ich beantragt, die Finanzierungsphase zu starten. Das heißt, ab diesem Zeitpunkt brauche ich Dein Geld und Deine Unterstützung in der Form, dass Du  anderen Menschen von meinem Projekt erzählst, also dabei hilfst, es zu einem erfolgreichen Projekt zu machen.
Ich vermute diese Phase startet im Laufe der kommenden Woche – also bitte noch ein wenig geduldig sein, danke.

Ich denke darüber nach, mir selber eine Glatze rasieren zu lassen, wenn das Projekt erfolgreich ist.
Auch aus  Verbundenheit, den Frauen gegenüber, die ich für mein Projekt fotografiert habe.
Was denkst Du – ist das alles eine gute Idee? Habe ich mich verständlich gemacht?

hier das Buch zur Ausstellung

Fuck You cancer – mein Video Pitch

Die Qualität bei Vimeo ist einfach besser als die bei YouTube, darum habe ich mein Video erneut hochgeladen.
Ich werde nun bald in die Finanzierungsphase starten – mir ist ganz schwumelig bei dem Gedanken, denn ob es funktionieren wird, habe ich nicht in der Hand.

Bist Du schon Fan meines Projektes?
Projekt unterstützen

Elke

Was mich zu Anfang des Portrait-Projektes besonders schockte, war die Jugend der betroffenen Frauen.
Gestern war mein „Modell“ 60 Jahre alt, und heute hat Elke alles getoppt, denn sie ist am 25. September 1942 geboren und somit 73 Jahre alt. Sie ist heute Rentnerin und hat als Sozialarbeiterin gearbeitet. Elke ist verheiratet, hat keine Kinder und reist sehr gerne. Alaska, Hurtigruten und Nordeuropa waren ihre liebsten Ziele. In den letzten Jahren ist sie öfters an die Mosel gefahren. Auch das hat ihr gefallen.

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Sie entdeckte eine Veränderung in ihrer rechten Brust im letzten November. 5 cm groß war der schnell wachsende Krebs da bereits.

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Die Brust wurde entfernt und sie hat 4 sehr aggressive Chemotherapien hinter sich und bekommt nun 12 weiter, wöchentlich. Danach werden noch Lymphdrüsen entfernt und Bestrahlung ist geplant.

Elke hat mich durch ihr unglaubliche Energie und positive Ausstrahlung stark beeindruckt.
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Elke hat mir eine Foto von sich gezeigt, auf dem sie noch Haare hat. Und, wie bei all den anderen Frauen auch, fand ich, das war eine ganz andere Frau als die, die heute vor meiner Kamera stand.

Hier kannst Du mein PortraitProjekt unterstützen

Heike

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Sie ist Ende Februar 60 geworden, verheiratet, hat drei Kinder und 2 Enkelkinder. Heike ist von Beruf Bürokauffrau und stellte im Dezember 2015 etwas Verdächtiges in ihrer Brust fest.

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Im Januar 2016 wurde ein 1,4 cm großer Krebs entdeckt. Da es auch in der anderen Brust einen Verdacht gab und 3 Lymphknoten entnommen werden mussten, hat Heike sich entschlossen beide Brüste amputieren zu lassen. Sie hat bereits 4 Chemo-Therapien hinter und noch 2 vor sich – und liest sich im Internet schlau, sagt sie.

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Ich denk nur, was für eine wunderschöne Frau, voller Energie und Lebensfreude.
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Sie steht zum esten mal vor einer Kamera und es macht ihr sichtlich Spaß.

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Wir haben darüber diskutiert, ob ich dieses Foto von ihr zeigen sollte, oder nicht. Ich bin Heike unendlich dankar dafür, dass ich dieses Foto machen durfte.

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Ich konnte nicht anderss und ich musste diese Fotosession gleich bearbeiten.

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Projekt unterstützen

Pfingsten 2016

Feiertag! Ein freier Tag!

IMG_9144Meine Mädels wollten – wie gewohnt – früh raus. Ich habe mir dann ein leckeres Frühstück gemacht und zuvor die Waschmaschine angestellt. Bin dann ein wenig durchs Internet gesurft und habe nun eine lange Liste im Kopf, von Dingen, die ich alle gern tun würde.
Da wäre:

  • Wohnung aufräumen – dazu bin ich die ganze Woche noch nicht gekommen.
  • Bett frisch beziehen
  • Wandschrank in der Küche aufräumen – (ausräumen – sortieren – wieder einräumen )- will ich schon seit  Anfang des Jahres machen.
  • Wandschrank im Flur – dito
  • meditieren
  • Balkon frühlingsfrisch machen
  • Wohnung entrümpeln (hört sich brutal an, was ich meine ist: alles entsorgen, was ich nicht mehr brauche)
  • Mein Archiv (analog) sortieren und einscannen
  • was nähen
  • Bücher, die ich nicht mehr will, oder brauche, bei Amazon zum Kauf anbieten
  • Zeit nehmen um Zeitschriften zu lesen (irgendwie denke ich, ich habe es mir abgewöhnt Papier in die Hand zu nehmen und zu lesen.)
  • Zeit nehmen um neue Ideen zu entwickeln – oder mich inspirieren zu lassen – egal wo – egal wie
  • Zeit nehmen um einfach mal nur da zu sitzen und nix zu tun
  • nix tun   –  nix tun  –  nix tun

Ich denke, jetzt mache ich erst noch mal eine Legung und dann sehen wir weiter …

Was ist gute Fotografie? – z.B. Nick Waplington

Wer sich heute als Hochzeitsfotograf etabliert hat, hat ausgesorgt. Wenn er oder sie dann noch exzellente Arbeit abliefern, auch verdient. Der Markt hat ein großes Wachstumspotential, was erstaunt, angesichts der Handyknipser überall. Doch, offensichtlich ist bei den Brautpaaren der Wunsch vorhanden, ihren „großenTag“ entsprechen zu dokumentieren. Ich, im tiefsten Herzen eine rosarote  Romantikerin, kann das gut verstehen.Bildschirmfoto 2016-04-03 um 09.51.56

Während meines Studiums habe ich mich auch mit neuen fotografischen Ansätzen beschäftigt. Nick Waplington, geboren 1965, der mit seinen Arbeiten an der 49. Biennale in Venedig teilnahm gehörte dazu. In einem seiner Bücher geht es um „The Wedding“. In der Zeit meines Studiums beschäftigten wir uns mit dieser Art von geblitzten Farbfotografien. Ich konnte mich damit nie so recht anfreunden, wenn ich ehrlich bin.
Die Fotografien in „The Wedding“ haben wenig mit dem zu tun, was Hochzeitsfotografen heutzutage dem Brautpaar abliefern. Seine Arbeit ist vielleicht „real“ zu nennen? Sie zeigt die Hochzeit eines Paares der englischen Arbeiterklasse: Das Haus ist ein Chaos, überall Kinder. Janet, die Braut ist weiß, enorm dick und  Mutter von fünf kleinen Kindern. Ihr Bräutigam Clive, ist schwarz.

Sozialdokumentarische Portraits? Eine Reportage?

Der Fotograf hat sich mit den Familien, in denen er auch seine anderen Bücher fotografierte, angefreundet und mit ihnen gelebt, ansonsten wäre diese intime Nähe sicher nicht möglich gewesen. Doch was wir nicht vergessen dürfen ist, diese Fotografien sind Waplingtons Interpretation dessen, was er gesehen hat. Im Netz finden sich leider wenig Fotos aus dem Buch. Bei Pinterest befassen sich einige Alben mit dem Fotografen —> Link

 

Vor einem Jahr…

Every production of an artist should be the expression of an adventure of his soul.
W. Somerset Maugham

Als ich vor einem Jahr meine Wohnung umgeräumt habe kehrt etwas in mein Bewusstsein zurück, von dem ich fast nichts mehr wusste. Es gab eine Zeit, da galt meine Aufmerksamkeit meiner „Persönlichkeits-Entwicklung“, meinem „Wachsen“. Wohl das was heute „Mindset“ genannt wird. Meine Erfahrungen mit diesen Veränderungen habe ich in einen Workshop einfließen lassen und hier stelle ich den ersten Teil dem geneigten Leser zur Verfügung

 Kreativität und Selbstausdruck 

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Wenn Du magst, kannst du mir Deine Meinung dazu gerne mitteilen und auch, ob Du die Fortsetzung lesen möchtest.

mail(@)beateknappe.de

Tippfehler

ja, die sind doof und wenn sie in einem Video sind ganz besonders – oder?
Darum musste ich eine Korrektur vornehmen an meinem Video Pitch für das CrowfundingProjekt.
Da ich bei dem kostenlosen Vimeo erst wieder in einer Woche ein Video hochladen kann, musste ich es bei youtube hochladen, obwohl mir dort die Qualität nicht gefällt – seis drum – hier ist es.

Tag 1 nach dem Video Dreh

Ich bin schon zufrieden damit, das Mary und ich es geschafft haben, in einem Tag ein 3 Minuten Video zusammenzustellen – es ist sicher nicht perfekt, doch wir haben es gemacht.
Was hatte ich Gamaschen vor diesem Tag.
Ich konnte mich nicht vorbereiten, den Text lernen erst recht nicht, er wollte einfach nicht in meinen Kopf.
Dann war Thomas ja so großzügig und hat eine Interview mit Anna in Bonn gefilmt. Wir mussten viel Material sichten und dann eine passende Stelle finden, um es mit dem anderen Material zu verbinden.
Es ist kaum vorstellbar wie schnell die Zeit vergangen ist. Am Abend meinte Mary, wir haben so wenig getrunken, sodass wir niemals aufs WC mussten, ja das stimmt.
Es war für mich ungemein schwierig, richtig locker vor der Kamera zu sprechen. Ich weiß nicht warum, doch es war so. Mary war sehr geduldig mit mir und wir haben dann die besten Takes genommen und zusammen geschnitten.
Wir haben auch noch Material übrig behalten, was wir nicht verwendet haben, weil der Pitch nicht länger als 3 Minuten werden sollte – hier einer davon.

Und nicht  vergessen FAN zu werden – wo?  ——> Hier

Video Dreh

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Heute nun war es soweit, der Videodreh für meinen VideoPitch sollte stattfinden. Seit Tagen habe ich deswegen schon Durchfall, kann mir den Text einfach nicht merken und habe keine Ahnung wie das klappen wird.

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Es hat geklappt – dank Mary  – und wir sind heute fertig geworden, mussten wir auch, weil weder sie noch ich einen weiteren gemeinsamen Termin gefunden haben.


Und hier das fertige Video

So jetzt solltest Du noch Fan werden, das kannst Du hier

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Selfie

Es gab mal eine Zeit, da nannten sich das „Selfie“ noch „Selbstportrait“.

Durch eine Diskussion auf FB ist mir wieder eingefallen, dass ich das 2 Jahre lang mal jeden Tag gemacht habe.
Bei Flickr gab es eine Gruppe, die hatte zig hundert Mitglieder und Jeder machte da jeden Tag ein Selbstportrait. Das habe ich 2008 und 2009 auch gemacht.
Gerade habe ich mir die Fotos angesehen und finde einige richtig gut.
Die meisten habe ich mit der SpiegelreflexKamera gemacht, doch auch viele mit der Kamera an meinem iMac.

Ein Telefon mit Kamera hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
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Was ist gute Fotografie?

Heute gibt es einen Beitrag von Dr. Thomas Soddemann.

Ihn habe ich auch virtuell getroffen und schätzen gelernt. Er ist Software Architekt und im Nebenberuf Fotograf und hat eine eigene Webseite.


Beate fragte mich, ob es bestimmte Fotografien von jemanden gibt, die ich gut finde und warum. Sofort kamen mir natürlich ein paar großartige Fotografen in den Sinn, deren Bilder ich sehr gerne mag – eigentlich vielmehr: geradezu faszinieren. Und zwar so sehr, dass ich sie mir immer wieder ansehen muss. Diese Fotografen (und -innen natürlich) setzen ihre Schwerpunkte allerdings in verschiedenen Genres. So sind sie untereinander nur schwer vergleichbar. Daher war meine Aufgabe zunächst, mich auf eine Art der Fotografie festzulegen.

Dabei war mir eingefallen, dass ich neulich bei issuu.com ein wenig gestöbert hatte. Denn dort sind sehr viele Ausgaben aktueller internationaler Foto-, Mode-, und Kunstzeitschriften online. Insbesondere stößt man da auch auf weniger bekannte aber durchaus genial gemachte Fotografiezeitschriften und Magazine der gegenwärtigen Kunst. Nun, bei dieser kleinen Recherche stieß ich auf die Fotografien von Lottie Davies und Morgan Norman.

Leider hat Lottie Davies genau die Fotos, die mir dort so gut gefielen nicht auf ihrer Homepage. Und wie bei Lottie Davies finden sich auch bei Morgan Norman Fotos im Portfolio, die ich dann doch so gar nicht mag.

Wen finde ich den noch gut?

Zu meinen Lieblingsfotografen gehören sicherlich auch Michael Grecco, Brooke Shaden, die Bechers und natürlich auch Pete Souza. Es blieb also nicht so einfach. Allerdings, Pete Souza hatten wir ohnehin schon.

Zur Zeit beschäftige ich mich selbst intensiv mit Portraits. Und da mag ich nun einmal Portraits, die klar und gezielt eine Persönlichkeitsfacette zeigen bzw. sich auf ein Facette konzentrieren. Das darf gerne übertrieben sein, sogar in surrealer oder comic-hafter Überzeichnung gibt es einige Werke, die ich einfach klasse finde. Solche Portraits sieht man natürlich häufig in der Werbung und nicht selten auch im weiteren Bereich der Modefotografie.

John Keatley ist einer der Fotografen, die diese Art der Fotografie extrem gut beherrschen, aber natürlich auch David E. Jackson oder Brad Trent.

Ebenso findet man die Darstellung von Persönlichkeitsfacetten auch in einer weiteren Art von Portraits, den sog. „environmental portraits“. Das sind Portraits, die in der „natürlichen“ Umgebung der porträtierten Person entstehen.

Und jemand, der trotz seiner jungen Jahre ein Meister darin ist, heißt Joey L. aus NYC. Bei ihm verschwimmt die oft die Grenze zwischen Reportagefotografie und Kunst. In seinen Portraits schafft er es eine starke Bindung zwischen Betrachter und Darsteller herzustellen. Dabei zeichnen sich seine Portraits in den freien Arbeiten durch eine recht einfache Lichtsetzung meist in Kombination mit gegebenen Licht aus. In seinen Auftragsarbeiten wird die Lichtsetzung allerdings mitunter dann komplexer. Für mich gehören seine Werke definitiv in die Kategorie „Ich muss immer wieder hinsehen.“.

Gestoßen bin ich auf ihn übrigens mit seinem Projekt über die Holy Men in Indien. Der Filmemacher Cale Glendening hatte seinerzeit Joey begleitet und einen Film über das Projekt gedreht:

Varanasi, India: „Beyond“ from Cale Glendening on Vimeo.

Joey war aber auch in anderen Teilen der Welt unterwegs und aktuell sogar mit Peschmerga-Kämpfern in Syrien: „Guerrilla Fighters of Kurdistan„. Vor allem dieses Projekt hat mich wahnsinnig beeindruckt.

Guerrilla Fighters of Kurdistan from Joey L on Vimeo.

# 59 Silbergrau – Sabine Schnieders

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WOW – was für tolle Haare, dachte ich als Sabine, 61, zu mir ins Studio kam.

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Angesprochen, auf ihre Haare, wurde sie von einer Freundin von mir, in einer Tierarztpraxis (Danke Barbara). Sabine hat 4 (vier) Hovawart’s. Wir haben uns zu einem gemeinsamen Hundespaziergang verabredet.


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Ihre Oma hatte ein Lebensmittelgeschäft in Duisburg-Reinhausen und ihr Opa arbeitete bei Krupp.

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Sie hat ihr Haar, das schon anfing weiß zu werden, als sie 17 oder 18 Jahre alt war, lange mit Henna gefärbt. Vor sieben Jahren dann, hat sie ihr kurz schneiden und das Weiß rauswachsen lassen.

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Die gelernte Krankenschwester hat sich etwas unsicher vor meiner Kamera gefühlt, war mein Eindruck, dabei waren wir uns gleich sympathisch.

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Was ist gute Fotografie? – z. B. Nancy Borowick

Jeannette Sachse habe ich virtuell in einer der FB-Gruppen getroffen, in denen ich mich dummele. Ich hatte den Eindruck, dass wir auf einer ähnlichen, wenn nicht sogar der gleichen Wellenlängen „funken“. Darum lag es nahe, sie auch zu diesem Thema um einen Beitrag zu bitten. Sie arbeitet als Fotografin in Berlin hier ihre Webseite.


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Ich bin erst vor kurzem auf die Bilder und auf das „Cancer Family Projekt“ der jungen Fotografin Nancy Borowick aus New York aufmerksam geworden. Die Bilder des Projektes – alles schwarz-weiß Fotografien – haben mich tief berührt… Mail-Anhang2

Wenn man jung ist, denkt man eigentlich recht selten über das Leben und dessen Endlichkeit nach. Es sei denn, es gehen Erlebnisse voraus, die einem bewusst machen wie wertvoll das Leben und die Lebenszeit ist. Nancy Borowick hat mit ihrer Kamera das letzte Kapitel im Leben und Sterben ihrer krebskranken Eltern begleitet. Beide erkrankten unheilbar an Krebs, an dem sie letztendlich im Abstand von einem Jahr starben. Es entstanden eindrucksvolle Bilder – traurig, aber auch voller Kraft und Liebe, Zuversicht und mit glücklichen Augenblicken.
Die schwarz-weiß Fotografien sind liebevoll, sensibel und intim. Manche Bilder sind schwer zu ertragen. Fast jeder hat einen geliebten Menschen an diese fürchterliche Krankheit verloren und wird beim Betrachten der Bilder daran erinnert.
Egal wie – diese Bilder stimmen nachdenklich, erinnern an die eigene Vergänglichkeit, aber sie geben auch Hoffnung und zeigen die Kraft der Liebe.

Die Fotoserie von Nancy Borowick wird nun als Buch erscheinen. Link zum Buchprojekt und Sie hat auch bei FB eine Seite und einen Blog

Frühling – Sommer – Spezial

20150821-1-126Lust auf die Fotos Deines Lebens? Lust auf eine Fotosession voller Spaß?

Hier mein Frühling-Sommer Hit 2016


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Vom 15. Mai – 15. Juli 2016 gibt es Termine für ein
Akt Shooting zum absoluten KnallerSonderPreis

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60 Minuten Foto-Session 1 Person
eine Auswahl von verschiedenen Motiven als Onlinepräsentation
&
10 Motive als Datei & 1 Vergrößerung im Passepartout

statt €  590,00 – nur €  499,00
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Bedingungen:

Das Paket muss im Magebucht und bezahlt werden. Der Termin muss bis zum 15. Juli stattgefunden haben.

Bei Interesse Anruf genügt: 021197711 490 oder schreiben Sie mir eine eMail: fotostudio (@)beateknappe.de

Crowdfunding Projekt „Fuck you Cancer“

… ist in der Startphase und kann noch überarbeitet werden. Wenn es also interessante Anregungen gibt, bitte einen Kommentar hinterlassen, danke.

Ab dem 1. Juni, meinem Geburtstag, startet die Finanzierungsphase – ich melde mich dann kurzfristig für die Einzelheiten. Doch schon jetzt besteht die Möglichkeit Fan des Projektes zu werden und immer die neusten Infos geliefert zu bekommen.

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Also nicht zögern….

Projekt unterstützen

Am Anfang ist….

… einem alles egal?
… alles schwer?

Bei der Woche ist es der Montag und bei dem Monat ist es der 1. Beides war gerade. Vor dem Ersten kommt Ultimo, also der Moment, wo alles fällig und vom Konto abgebucht wird, also alles das, bei dem es ums Geld geht. Nee, ich fange nicht schon wieder mit diesem Thema an – keine Bange.
Heute war ja Elmo-Montag und da geht es mir ja in der Regel gut. 

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Dann ist das Wetter ja im Moment auch ganz angenehme frühlingshaft, also auch an der Front nix zu meckern.

Mein Crowdfunding – Projekt hat schon 8 Fan’s, das gefällt mir und, —> hier geht es lang um auch ein Fan zu werden oder mir ein Feedback zur Ausschreibung zu hinterlassen. Über beides würde ich mich sehr freuen.

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Sehr gefreut hat mich auch dieses Posting von Heide Liebmann. Das Thema ist sehr interessant und dann erst der Einsatz der Fotos – einfach toll – die sind nämlich von mir und mir gefallen sie immer noch und immer wieder.

Nicht sehr gefreut habe ich mich darüber, dass mir meine Frisur total verdorben wurde und ich eigentlich nur schlimm aussehe, ehrlich, das ist keine Frisur, was ich da auf dem Kopf habe.

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Dabei ist in der nächsten Woche der Dreh für mein Video Pitch – ach, das ist alles so unendlich doof.
Und wisst ihr was Ende des Monats sein wird?

Was ist gute Fotografie? – z.B. Warren Richardson

Peter Meyer, der hier etwas über das „World Press Photo of the Year“ von Warren Richardson schreib, ist mir durch sein Streetfotografie aufgefallen, schwarz-weiß, was sonst. Diese habe ich via Facebook entdeckt.


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Über dieses Foto ist bereits viel (negatives) berichtet worden. Aber ich versuche zu erklären, warum ich mich trotzdem für dieses Foto entschieden habe.

Zuerst einmal ist es ein SW-Foto. Ich mag vorwiegend SW-Fotos. Das kann ich nur schwer erklären, warum ich meist nur SW-Fotos mag. Aber Farbe hat für mich immer etwas oberflächliches. Sicher, es gibt auch gute Farb-Fotos. Aber für mich sind es meist SW-Fotos, die mich wirklich bewegen. Alle Fotos, die meine Generation geprägt haben, waren SW-Fotos. Das hat sicherlich auch mit meinem Alter zu tun. Die Generation, die jetzt mit dem Smartphone aufwächst, wird sich sicherlich später für Farb-Fotos entscheiden. Aber mein Blick auf die Welt ist durch SW-Fotos geprägt worden. Und ich liebe nunmal SW-Fotos!
Dann ist das Foto sehr dunkel, mit sehr viel dunklen Schatten. Ich mag diese Art von SW-Fotos. Dadurch bekommt ein Foto für mich „Tiefe“ und „Prägnanz“. SW-Fotos tut es sehr gut, wenn sie etwas dunkler sind, sei bekommen dadurch mehr „Tiefe“. Dazu kommt die Körnigkeit und die leichte Unschärfe des Fotos, das die Dramatik dieses Foto noch steigert. Sicherlich tut auch die Situation auf dem Foto einiges dazu: Es ist Nacht, eine Flüchtlingsfamilie versucht mir ihrem Kind einen Stacheldrahtzaun irgendwo auf dem Balkan zu überwinden. Die Dunkelheit der Nacht, die Gehetztheit im Blick des Vaters, der das Kind durch den Zaun zu den Armen der Mutter trägt alles zu dem Gesamteindruck des Bildes bei.
Es ist schon vor der Veröffentlich des Gewinnerbildes vermutet worden, daß ein Bild mit Flüchtlingen, wahrscheinlich sogar mit einem Kind, diesen Wettbewerb gewinnen würde. Viele Kritiker fühlten sich nach der Benennung des Gewinners bestätigt. Aber was spricht dagegen, ein solches Foto einzureichen? Die unglaubliche Flüchtlingssituation auf dem Balkan und in Griechenland bestand und besteht immer noch. Nur weil ein solches Thema bereits tausend mal in der Presse und in den Nachrichten war, bedeutet doch nicht, daß man darüber nicht mehr mit solchen Fotos berichten soll. Der Krieg in Syrien dauert schon 5 Jahre und es wird immer noch über ihn berichtet.

Und ein gutes Foto zeigt in der Einzelartigkeit eines einzelnen Moments (Das macht ja die Fotografie, sie hält einen einzigartigen Moment fest!), was solche eine Situation für jeden Menschen an Emotionen bedeutet: Angst, Gehetztheit und Verzweiflung. Und das kommt perfekt in dem Foto von Warren Richardson rüber. Pure Emotion!
Ich habe sehr viel Respekt vor den Fotografen, die überall auf der Welt in Krisen und in Kriegen solche Bilder machen. Die Welt ist nicht „heil“ und sie braucht solche Fotos, um immer wieder auf diesen Zustand hinzuweisen. Solange die Welt so ist, wird es solche Fotos geben. Mag auch die Kritikerszene sich darüber negativ äussern, „but that´s the real life“!

Peter Meyers Fotos sind auch hier zu finden fotocommunity

Wunderschön

Wenn eine Schwangerschaft los geht, ahnt die Frau zwar, das sie an Umfang zunehmen wird, doch ab wann und wieviel, ist ihr nicht bewußt. Darum ist es immer wieder wunderschön für mich, wenn ich diesen Verlauf dokumentieren kann. Das ist es doch, was Fotografie ausmacht, oder?

Mit diesem Paar konnte ich eine ganz wunderbare Idee umsetzen

 

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Muttertag & Vatertag 2016

Ich weiß, es ist knapp vor Schluss, doch hier das Angebot für ein ultimatives Geschenk, das nicht zu toppen ist: der

Gutschein für ein FamilienshootingFamilie

Wenn Sie diesen Gutschein zum Preis von € 198,00 noch in dieser Woche erwerben, erhalten Sie im Ergebnis

  • 1 Stunde Fotosession* und

  • 4 Vergrößerungen anstatt 3 im Passepartout

Einzulösen ist dieser Gutschein im Laufe dieses Jahres.
Wenn Sie diesen Button benutzen, bekommen Sie den Gutschein zum Ausdrucken per eMail, bei Fragen zögern Sie nicht mich anzurufen: 0211 97711490




* Familienshootings bis maximal 4 Personen sind möglich!!!

Oma Montag

IMG_8970Das war nun wieder einer. Ein Elmo-Oma-Montag.
Durch den Urlaub habe ich ja fast schon Entzugserscheinungen gehabt – Elmo-Entzug.
Er läuft übrigens!

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Nachdem wir auf dem Spielplatz gewesen sind, haben wir gegessen, es gab verschiedenes Gemüse und Kartoffeln geschwenkt in Butter mit Muskat gewürzt, haben wir uns auf mein Bett gelegt und geschlafen. Und, als ich so auf dem Bett lang, mit Elmo im Arm, habe ich mich gefragt, warum ich das nicht öfters habe, oder nur noch mache?
Denn, ich habe von den ganzen Problemen rund um mein Business ziemlich die Nase voll, ehrlich.
Was soll das alles, warum mache ich das?
Oder besser: warum tue ich mir das an?
Warum bin ich nicht einfach nur Oma, was heute wieder ein Hochgenuss war.

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Alles was Recht ist

An so manchen Tagen, nach so mancher Post, hier meine ich den tatsächlichen Brief aus Papier, der sich in meinem realen Briefkasten befindet, komme ich mir vor, als würde ich in einer anderen Zeit leben. In so einer mit Lehnsherrn und Leibeigenen. Ja, wirklich, ich fühle mich an ein feudales Recht erinnert, nach dem die Herrscher nach ihrem  persönlichen Gutdünken, Steuern erheben können auf was immer sie wollen.

Wie ich darauf komme?
Nun ja, bei der Durchsicht meiner im Urlaub angekommenen Post fand ich auch einen Gebührenbescheid. Und zwar vom Bauaufsichtsamt. Die meinten, ich hätte eine nicht genehmigte Werbeanlage.

Was die meinen? Seht selber

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Auf dem Foto ist zu sehen, dass ich die beiden Oberlichter meiner Schaufensterfront, sowie die Eingangstüre habe bekleben lassen. Und ja, ihr sehr richtig: dies ist eine Werbeanlage und genehmigungspflichtig. Da ich es versäumt hatte diese Genehmigung einzuholen wird eine Strafe fällig.

Ist nun verständlich, warum ich mich an feudales Recht erinnert fühle?

Was ist gute Fotografie? – z.B. Nan Goldin

Jana März, die heutige Autorin, kenne ich nur virtuel. Ich glaube, es war ein WordPressProblem duch das wir erstmal in Kontakt kamen. Seit dem bekomme ich ihren Newsletter und sehe was sie so macht und finde es interessant.
Als ich ihren Beitrag zu Nan Goldin laß, hat mein Herz gehüpft, den diese Fotografin kenne und schätzee ich ebenfalls.


 

Als mich Beate fragte, ob ich nicht ein Lieblingsbild von einem Lieblingsfotografen vorstellen könnte, da sagte ich spontan zu. Wie das so ist mit der Spontanität, fiel mir erst beim Heraussuchen auf „Wen nehme ich denn nun?“ Annie Leibowitz hat schon mein Kollege ausgesucht, denn sie mag ich mit ihren aufwändigen Fantasy-Monumentalbildern sehr. Und dann konnte ich mich nicht zwischen Hiroshi Sugimoto (Seascapes bzw. Diorama Serie) und Nan Goldin entscheiden. Beide sind unglaublich stark und doch so unterschiedlich. Letztendlich möchte ich eines meiner Lieblingsbilder von Nan Goldin vorstellen.

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Durch Zufall entdeckte ich vor ein paar Jahren eine Fotostrecke von ihr, die sie für Dior in New York im Jahr 2013 angefertigt hat. Diese Porträtserie hatte mich sehr berührt, sie ist sehr sexy, sinnlich und stark. Einige Bilder in der Serie sind Landschaftsfotografien, die aber nicht menschenleer sind.
Das Bild, das mich in der Serie am meisten berührt, ist eigentlich eine Fotografie voller »Fehler«: ein schiefer Horizont, ein mittig platziertes Pärchen, der Mann mit abgeschnittenen Beinen. Das Bild würde in jeder Community und in jedem Fotoklub zerrissen werden. Trotzdem liebe ich diese grobkörnige Schwarz-Weiß-Aufnahme. Es erzählt die Geschichte einer tiefen Liebe. Der Mann trägt die Frau über den nassen Strand, fest in seinen Armen, die Wellen im Hintergrund sind aufgewühlt, der Himmel trist und grau. Der Gesichtsausdruck des Mannes ist voller Gefühl, und er spreizt die Hände, um die Frau fester zu halten. Sie hat die Arme um ihn und ihren Kopf an seine Schulter gelegt. Sie fühlt sich geschützt und geborgen. Seine Fußspuren sind im Sand erkennbar, und gleichzeitig sieht man die nächste Welle herankommen, die diese fortspülen wird.
Ein Bild, das nicht nur viel zwischenmenschliches Gefühl zeigt, sondern auch Veränderung und Vergänglichkeit.

Ich liebe dieses Bild, obwohl es alle Regeln der Fotografie missachtet, einfach weil es eine Geschichte erzählt, die mich träumen lässt.

Dieses Beispiel zeigt für mich, dass das starre Festhalten an Regeln nicht zielführend ist. Es geht dabei um die Geschichte und weniger um fototechnische Perfektion. Sicher ist es richtig, alle bekannten Kompositionsregeln zu verinnerlichen, zu kennen. Allerdings nützt die sture Umsetzung aller Regeln wenig, wenn man nicht sein ureigenstes Bauchgefühl in die Fotografie mit einbringt. Die großartigsten Fotografien wären nie entstanden, wenn der Fotograf stundenlang überlegt hätte, ob er das Motiv nach dieser Regel oder eher nach einer anderen hätte platzieren sollen. Vor Ort, in dem Moment des Geschehens, zählt der gefühlte Augenblick. Und das zeigt dieses Bild.
Gleichzeitig ist das Bild jedoch ebenso ein Beispiel für mich, das auch kommerzielle Bildserien mit gecasteten Schauspielern authentisch sein können. Auftragsarbeiten können genauso berühren, wenn wir – die Fotografen – mit Herz und Seele dabei sind. Wenn aus einem Beruf Leidenschaft wird.

Dies ist der Film zur Kampagen die Nan Goldin für Dior fotografiert hat.

Und es gibt auch dieses Buch

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Bücher zu Nan Goldin




Sonne

Ja, heute scheint bzw. schien die Sonne von einem strahlend blauen Himmel und es ist unvorstellbar, dass am Wochenende der Winter zurückkommen soll. Hier ist es so heiß, dass ich es in der Sonne kaum aushalten kann – windgeschützt ist es auch.

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Meine Hundinen ziehen den Schatten vor, was ich gut verstehen kann.

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Heute Vormittag haben wir einen guten Platz gefunden an dem ich das tun kann, was ich gut kann

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IMG_8864Und so geht dieser Urlaub zu Ende.

In diesem Urlaub habe ich zu viel gearbeitet, meint meine Schwester.
Bin ich vielleicht ein Workaholic?
Kann ich garnicht ohne Arbeit?
Keine Ahnung, doch ich könnte jetzt noch eine Woche hier sein, egal was für ein Wetter wir hätten.

Vor meinem Urlaub war ich wohl ziemlich erschöpft. Hatte einen Hörsturz, war öfters erkältet und ein Hexenschuss war auch noch nicht überwunden, ach ja, und dann die Blasenentzündung.
Ich sollte mich nicht bei der Aufzählung dieser negativen Fakten aufhalten, ist schon klar. Doch, wenn ich mir nicht vor Augen halte, was Sache ist, dann ändert sich halt auch nix. Ich ändere nix.

Es gibt eine lange Liste, auf der steht drauf was ich alles tun will  – nach meinem Urlaub, also in der Zeit bis zu meinem nächsten Urlaub.
Das hört sich jetzt an, als wenn ich nicht gerne arbeiten würde, was ja nun mal sowas von nicht stimmt.
Doch warum bin ich so unendlich erschöpft?
Warum ist mein Immunsystem im Keller und warum bin ich andauernd krank?

Was läuft falsch in meinem Leben?

Habe ich das nicht schon öfters gefragt?
Und habe ich nicht auch schon öfters geschworen etwas anders zu machen?

Und nix ist passiert.

 

Sexismus

JUEin Aufschrei geht durch alle Medien:

Heiko MaasJustizminister will sexistische Werbung verbieten

Keine Plakate oder Anzeigen mehr, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren: Der Justizminister will ein „modernes Geschlechterbild“ in Deutschland etablieren. Der Entwurf von Maas sieht vor, dass künftig Plakate oder Anzeigen unzulässig sein könnten, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren.
Für mich hört sich das nach einem guten Vorhaben an – doch was in den Medien z.Zt. dadraus gemacht wird ist  für mich unfassbar.
  • „…Mit diesem Vorschlag sind wir jetzt kaum mehr weit entfernt von Bigotterie, Spießertum und Scheinheiligkeit.“
  • „Der Staat hat den Bürgern nicht vorzuschreiben, was sie zu denken haben, wenn sie nackte Brüste sehen.“

Am 9. Januar 2016 habe ich einen Blogbeitrag verfasst, in dem es auch um diesem Thema geht.

Ich schrieb:
… dass sexistische und Frauen diskriminierende Werbung ganz plötzliche und unerwartet als die Ursache für Gewalt gegen Frauen identifiziert wurde – habe ich so im Sozial Web wahrgenommen. Solche Werbung gibt es schon länger als ich Werbung betrachte und auch genau so lange gibt es die entsprechenden Beschwerden beim Deutschen Werberat über solche Werbung. Aktuell findet sich auf seiner Homepage folgende Meldung:

  • „ BERLIN, 2. November 2015 (dwr) – Der Deutsche Werberat hat vier Unternehmen öffentlich gerügt, die Frauen und ihre Körper online, auf Plakaten, Flyern, Autos und in Anzeigen herabwürdigend als Blickfang benutzen und damit gegen …Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen verstoßen.“

Weiter heißt es auf der Homepage des Deutschen Werberat:

  • „…Wie schon im Vorjahreszeitraum lagen die Vorwürfe der Geschlechterdiskriminierung, … auch im ersten Halbjahr 2015 auf den Rängen 1 bis 3 …, einzig die Geschlechterdiskriminierung stieg deutlicher um 8 Prozent. …

Julia Busse, Geschäftsführerin des Werberats: „Gerade zu Nacktheit, Erotik und Sexualität insgesamt gibt es weit auseinander liegende Toleranzpegel in der Gesellschaft….“

Schließlich ist es in unserer Gesellschaft möglich, dass Versicherungskonzerne ihre Mitarbeiter mit einem Besuch im Bordell belohnen, oder Fernsehmoderatoren sich Prostituierte und  Drogen aufs Hotelzimmer bestellen können. So was gilt als Kavaliersdelikt – wie schön!
Das „Sex sells“ hat noch niemand in Frage gestellt.
Es hat seinen Grund, warum ich besonders aufmerksam die TV Serien und das darin vermittelte Frauenbild verfolge und mit Genugtuung feststellen konnte: Ja, es hat sich was verändert. Frauen werden mit vielen Ecken und Kanten und hochqualifiziert gezeigt. Sie sind selbstbewusst, selbst bestimmt, haben einen Beruf und bestimmen selber welche sexuelle Orientierung sie haben. Nur war es naiv von mir zu glauben, dass diese Form der Darstellung, die gewünschte positive Auswirkung auf das Bild und Ansehen der Frau in der Gesellschaft hat.
Es gibt eben noch zu viele Beispiele dafür, z.B. in der Werbung, wo Frauen tagtäglich diskriminiert und herabgewürdigt werden….

Doch zuerst einmal: was ist Sexismus?

Es ist die Bezeichnung für alle Formen der Unterdrückung und der Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit.

Die Bundeszentrale für politische Aufklärung sieht das so:

Ich befürchte, ich werde mich nun wieder öfters mit dem Thema beschäftigen.

Was ist gute Fotografie? – z.B. Sebastião Salgado

Die Fotografin Erika Koch, die diesen Beitrag geschrieben hat, und ich danke ihr sehr dafür , kenne ich wirklich schon sehr, sehr lange. Wir hatten den gleichen Ausbildungsbetrieb, hier in Düsseldorf. So lange kennen wir uns. Wir hatten uns ein paar Jahre aus den Augen verloren und nun wieder getroffen.


 

Bildschirmfoto-2016-04-03-um-22.18Der Brasilianer Sebastião Salgado, der als Photodokumentarist geführt wird ist für mich einer der ganz grossen, zeitgenössischen Fotografen und Künstler.

Wie Paul Klee sagt: „Kunst bildet nicht ab sondern macht sichtbar.“
So zeigt Salgado in all seinen Arbeiten die klare Haltung eines Künstlers.

Seine Arbeit ist nie voyeuristisch, sondern voller Respekt für sein fotografiertes Gegenüber. Gleich ob er sich mit den Goldgräbern in Brasilien oder den Hungernden in Ruanda beschäftigt. Die Armut das Leid der Schmerz wird nicht ästhetisiert, sondern der Respekt dieser Fotos sind die Augenöffner und der Zugang zu all den schwierigen Themen die er uns aufzeigt. All denen die sich für diesen Fotografen interessieren empfehle ich 2 Dokumente Sebastião Salgado  „Das stille Drama der Fotografie“.

und den Film  von Wim Wenders: „Das Salz der Erde“

Diese beiden Dokumentationen geben für mich am Besten die besondere Haltung dieses Künstlers wieder. Interessant ist für mich, nachdem ich die Ausstellung Genesis, 3 mal sehen konnte, in Madrid, Stockholm und Lissabon, ich feststellen muss das es selbst Profis unterläuft nicht das rechte Maß für das Ausstellungsformat zu finden. Viel zu viel zu dicht gehängt! Auch für dieses grossartige Werk gilt für mich „Weniger ist Mehr „.

Erika Koch am 3.4.2016


 

Bücher von Sebastião Salgado

Die erste Woche ist um

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Obwohl ich meine Kamera dabei habe, nehme ich immer nur das Telefon mit ans Meer und bearbeite die Fotos dann am Rechner – macht auch Spaß.

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Das Wetter ist wie immer sehr wechselhaft und in den letzten Tagen kam eine gewisse Gewitterdramatik dazu. Doch meine Erholung macht Fortschritte und das ist mir das Wichtigste.

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Was ist gute Fotografie? – z.B. Vivian Maier

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Vivian Dorothea Maier

* 1. Februar 1926 in New York City  – † 21. April 2009 in Chicago.

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Habe mir endlich den Film über diese Frau und Fotografin angesehen und bin tief beeindruckt. Es ist fast unerträglich zu wissen, dass sie niemals erfahren wird, welchen Wert ihre Arbeit hat und was für eine geniale Fotografin sie war.

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Ihre Fotografien erinnern an die Arbeite von Robert Frank, Lisette Model, Helen Levitt oder Diane Arbus. Wenn Vivian Maier zu ihren Lebzeiten jemals ihre Fotografien einer Öffentlichkeit gezeigt hätte, wäre sie sicher ebenso berühmt geworden wie diese.
Mary Ellen Mark sagt in dem Film, dass ein Teil des Puzzel zu fehlen scheint, um sie Vivian Maier zu verstehen.
Über 150 000 Negative hat sie hinterlassen, unglaublich. Ihre Selbstportraits sind schon was besonderes.
Ich bin tief beeindruckt und fast sprachlos angesichts dieses Werkes..

Hier ein paar ihrer grandiosen Fotografien

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Montag

So langsam setzt Entspannung ein, ist mein Eindruck – schließlich bin ich genau aus diesem Grund hier. Krank angekommen, frage ich mich täglich, warum es so ist, wie es ist. Ehrlich, ich ahne schon den Grund, doch … Weiterlesen

Was ist gute Fotografie? – z.B. Sam Abell

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Ulla Keienburg, die heute etwas zu einem Fotografen schreibt, habe ich vor 2 Jahren durch mein Portrait Projekt „Silbergrau – das bin ich“ kennengelernt. Ulla ist viel unterwegs. Sie ist Journalistin für Bild & Wort und Counseler grad. Doch, was mich wirklich neidisch macht ist, sie gibt FotoWorkshops auf  Kreuzfahrtschiffen. Ulla hat mir davon erzählt, dass sie, wenn sie in den USA ist, mitunter Workshops von Fotografen in Woodstock, NY besucht. Und davon erzählt sie uns …

Als ich heute meine Bücher für die anstehende Reise zusammen suchte, meine Kamera und Zubehör vorbereitete, fiel mein Blick wieder auf das Buch:


Sam Abells besonderer Blick auf die Welt hat mich schon lange fasziniert, gerührt. Es war 2010, dass ich an Sam Abells Workshop „The Next Step“ teilnahm, in dem ich gefühlt mehr über Fotografie lernte als je zuvor. Selten habe ich so gerührt, gestärkt, erstaunt und klar die nächsten Schritte vor mir gesehen wie nach diesen zwei Tagen. Es waren nicht seine “Technik” oder seine “Tricks”  als vielmehr die unschlagbare Motivation und der “Inner attitude” des Sam Abell, die mich aufrüttelten. Wenn ich heute über Bildkomposition nachdenke, dann höre ich auch immer noch mal seine Stimme, seine Hinweise, erinnere seine Passion für das, was er tut. Wenn das mal nicht das Wichtigste ist, was ein Mensch haben muss, wenn er etwas gut machen will: Leidenschaft.

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Ich habe Sam Abell den Caspar David Friedrich der Fotografie getauft. Er arbeitet mit Schichten: Backlayer, Expression, Gesture – fotografiert meistens mit der 35 mm – Linse. Und auf seinen Bildern ist immer Leben – die Stilleben “atmen” und seine Aufnahmen von Chaos haben “Ruhe”. Er hat Geduld!0123layerabellbranding

Vielschichtigkeit und Komplexität faszinieren mich eh – und ich lauschte gern den Entstehungsgeschichten seiner Bilder. Er ist in seinen Szenen. “Involvement” nennt er das. Er ist einfach so – involviert, präzise, herzlich, gedankenvoll, wach, aufmerksam, respektvoll.Exmoor

I am deeply grateful for this experience!


Hier Videos zu diesem Fotografen und Leher – bei You tube finden sich noch weitere

 

Was ist gute Fotografie? – Wenn sie mich berührt!

Ich wollte eigentlich schon ins Bett gehen, musste jedoch eben noch nachsehen, was sich auf dieser Festplatte befand. Und ich fand das – eine Fotografie von Imogen Cunningham.
Wie hatte ich mich in dieses Bilder verliebt, als ich es erstmals gesehen habe. Ich fühlte es wieder, just in den Moment, als ich die Datei öffnete.

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(c) Imogen Cunningham

Es ist wohl das, was das Licht mit dem weißen Bettlaken macht, das mich so fasziniert. Ich kann es nicht genau benennen, nur das ich es großartig finde. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich Schwarz-Weiß Fotografin bin, wer weiß.
Imogen Cunningham ist 1883 in Portland, Oregon geboren und in machte bis kurz vor ihrem Tod Fotos. Sie starb mit 93 Jahren am 23. Juni 1976 in San Francisco.

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Auf diesem Foto ist die Fotografin 91 Jahre alt.

 

(c) Judy Dater

Ich hätte sie gerne getroffen. Sie hatte ein Portraitstudio in Seattle und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe f/64.

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(c) Imogen Cunningham

Blumen gehörten zu ihren bevorzugten Motiven.
Wobei mich diese Fotografie an einen anderen Fotografen erinnert: Robert Mapplethorpe.

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Von ihm stammt ein anderes, meiner absoluten Lieblingsfotografien: Die schwarzen Trauben.
Für mich ist diese Fotografie lange Zeit der Inbegriff von Sinnlichkeit gewesen.

Beim Betrachten dieser beiden Fotografien weiß ich wieder, warum Fotografie mir wichtig ist.

Akt – Teilakt – Sensitiv Portrait

Ich möchte, in Bezug auf meinen fotografischen Stil, etwas Klarheit in diese Begriffe bringen.

„Aktaufnahmen sind ohne Zweifel ein sehr heikles Gebiet, denn nirgends ist die Gefahr, daß aus dem guten Wollen ein entsetzlicher Mißgriff wird, so groß wie beim Aktfoto. Vor einem falschen Hintergrund, in unechter Stellung und Gebärde kann ein unbekleideter Mensch allzu leicht nur «ausgezogen» wirken …“
                                                                                                       Werner Wurst

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Wikepedia nennt diese Fotografie eine der ersten Aktfotografien. Sie ist von E. Delacroix und Eugène Durieu (1853).

 

Sollte es mich wundern, dass ich ähnliche Rückenakte mache?

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Akt

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Ein Akt ist die Abbildung des nackten menschlichen Körpers. Der Fokus hierbei liegt nicht unbedingt auf den primären Geschlechtsorganen: Brust & Schambereich, doch es geht um Nacktheit.
Durch meine Entscheidung für eine sehr puristische  Schwarz/Weiß-Fotografie, sehe ich für mich nicht die Gefahr, etwas im „Playboy-Stil“ zu fotografieren oder so, das es an die „St.Pauli-Nachrichten“ erinnert.
Mir geht es um eine Aktfotografie mit Niveau. Eine Aktfotografie, die nicht nur auf die erotische Stimulation des Betrachters ausgerichtet ist. Das hat auch was mit Respekt und Achtung gegenüber der Frau vor meiner Kamera zu tun. Außerdem sehe ich mir jede Frau an und stelle mich auf sie ein, anstatt ihr meine Visionen von „Nacktheit“  überzustülpen.
Mir geht es um eine Fotografie, die zwar einen nackten, unbekleideten Körper zeigt, doch eher das Skulpturale betont und es keinen Blickkontakt gibt.

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Auch das sind Aktfotografien

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Teil Akt

Hierbei ist die Brust oder der Po zu sehen.

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Sensitiv – sinnlich – erotisches Portrait

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Boudoir Portrait

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Beim Zusammenstellen der Fotos für diesen Beitrag, ist mir so Einiges, in Bezug auf meinen Stil, bewusst geworden. Darum werde ich mich in der nächsten Zeit intensiv kümmern.

Darum suche ich Modell auf TfP Basis um meinen Stil im Bereich Akt – Teilakt zu konkretisieren.

Wenn Sie Interesse an so einem Shooting haben, rufen Sie mich an  (0211 97711490) oder schreiben Sie mir und verabreden einen Termin, für ein individuelles Beratungsgespräch mit mir, in meinem Studio.

Was ist gute Fotografie? – z.B. Joel Meyerowitz

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Joel Meyerowitz (* 6. März 1938, New York) wurde in den 1960er Jahren durch seine farbige Street Photography international bekannt. Zusammen mit Stephen Shore, Garry Winogrand und William Eggleston gehört er zu den bedeutendsten Fotografen der „New Colour Photography“. Ich habe ihn im Studium durch diese Portraits kennengelernt.

Hier gibt es ein Interview, in dem er, wie ich finde, wirklich Wichtiges und Richtiges zu sagen hat – zur Fotografie natürlich!.

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Was ist gute Fotografie? – z.B. Annie Leibovitz

Adolf Kluth, der hier seine Meinung zum Thema gute Fotografie schreibt habe ich vor zig Jahren, genau weiß ich es nicht mehr, bei Flicker getroffen und seit dem sind wir befreundet. Ich schätze seinen Humor und seine Bereitschaft, mir bei technischen Problemen zu helfen, sowie seine Art sich ernsthaft mit der Fotografie zu beschäftigen, auch wenn er im Hauptberuf engagiert Lehrer ist. Adolf hat heute Geburtstag.

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Dustin Hoffman by Annie Leibovitz

Ich wähle dieses Portrait von Dustin Hoffman aus, welches die von mir hoch verehrte und bewunderte Annie Leibovitz geschaffen hat. Seine linke Hand steckt im Pulloverärmel wie es Menschen manchmal machen um sich zu wärmen, der Zeigefinger liegt auf der Oberlippe als wolle er uns zum Schweigen ermahnen. Die Augen sind nach recht gerichtet, er schaut also nicht, wie man es bei Portraits oft sieht, in die Kamera.
Über technische Aspekte will ich mich hier nicht auslassen, dafür ist das Eis auf dem ich in dieser Beziehung stehe viel zu dünn. Ich denke, wir können davon ausgehen, dass eine Fotografin, die für ein einziges Bild eine große Studioblitzanlage und einen Konzertflügel ins Schleswig-Holsteinische Wattenmeer zu stellen bereit ist, weiß was sie tut.

Um zu erklären was ich an diesem Bild gut finde, muss ich etwas ausholen und dazu will ich noch ein paar andere Bilder von Annie zeigen. Sie hat nämlich eine ganz besondere Sichtweise auf die Dinge. Diese Sichtweise hat mich schon fasziniert, als ich zum ersten Mal, als zehnjähriger Junge, eines ihrer Bilder gesehen hab. Damals noch, ohne mich für die Fotografin oder gar die Fotografie zu interessieren. Es ging seinerzeit durch Nachrichten und Zeitungen.

Nixon's helicopter leaving the White House in 1972

Nixon war soeben über die Watergate-Affäre gestolpert, nach seiner Abdankung wurde er mit dem Hubschrauber am Weißen Haus abgeholt. Alle anderen Fotografen waren gegangen, nachdem er sich lächelnd und winkend aus der Helikoptertür heraus verabschiedet hatte. Nur Annie ist geblieben und hat diesen Augenblick eingefangen. Es ist der Moment nach dem Moment. Sie hat die Tragweite des Ereignisses viel besser eingefangen, als es die Winkebilder ihrer Kollegen hätten tun können, indem sie ein wenig daran vorbei geschaut hat. Der Ex-Präsident ist weg, und sogleich rollen die Soldaten den roten Teppich, den er nie wieder betreten wird, eilig zusammen.
Irgendwie schafft sie es immer, die von ihr dokumentierten Ereignisse und Personen dadurch besonders gut zu charakterisieren, dass sie sie aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel heraus betrachtet.

Mick Jagger

Ein anderes Beispiel: Mick Jagger nach einem Konzert. Nicht während des Konzerts, in Heldenpose ins Mikro brüllend. Das kann sie natürlich auch. Sondern nach dem Konzert, erschöpft, nass geschwitzt, ausgelaugt und verletzlich. Da ist es auch völlig egal, dass die Beleuchtung alles andere als ausgefeilt ist. Besser kann man nicht dokumentieren, wie Mick Jagger sich auf der Bühne verausgabt.

Noch ein Beispiel: Der inzwischen verstorbene New Yorker Künstler Keith Haring, der für das Bild einen ganzen Raum mit seinem unverwechselbaren Stil gestaltete, sich anschließend nackt ausgezogen und von Kopf bis Fuß bemalt hat. Auf dem Foto sieht man ihn kaum. Und doch sieht man mehr von seiner Persönlichkeit, als auf jedem klassischen Portrait. Und das meine ich überhaupt nicht anzüglich!

Artist Keith Haring, camouflaged. Photo by Annie Leibovitz.

Sie gibt diese Szenarien nicht vor. Die von ihr portraitierten Menschen kommen von selbst auf solche Ideen. Dass John Cleese sich für ein Foto von ihr in einen hautengen Jumpsuit gezwängt und kopfüber wie eine Fledermaus an einen Baum gehängt hat, ist kein Zufall. Whoopi Goldberg hat sich aus eigenem Antrieb in die mit Milch gefüllte Badewanne gelegt. John Lennon und Yoko Ono – sie bekleidet, er nackt an sie angekuschelt. Wir alle kennen diese Bilder. Und wer sie nicht kennt, sollte sich was schämen und sich den tollen, im Jahr 1991 bei Schirmer/Mosel erschienenen Bildband besorgen.
Zurück zu Dustin Hoffman: Das Portrait zeigt, so könnte man es vielleicht sagen, den Menschen hinter dem Gesicht. Das ist es, was gute Fotografie ausmacht: Nicht Gesichter fotografieren, sondern den Menschen hinter dem Gesicht zeigen. Nicht einen Augenblick dokumentieren, sondern das Wesen eines Augenblicks festhalten.


 

Weiter Bücher von Annie Leibovitz, die ich empfehlen kann

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Was ist gute Fotografie? – z.B. Pete Souza

Early in the morning on Jan. 21st, President Barack Obama rides the elevator to the Private Residence of the White House after attending 10 inaugural balls and a long day including being sworn in as President at noon on Tuesday, Jan. 20, 2009.
Official White House Photo by Pete Souza

Early in the morning on Jan. 21st, President Barack Obama rides the elevator to the Private Residence of the White House after attending 10 inaugural balls and a long day including being sworn in as President at noon on Tuesday, Jan. 20, 2009. Official White House Photo by Pete Souza

Als vor, nunmehr fast 8 Jahren, Obama Präsident in den USA wurde, habe ich erstmal bei Flickr den offiziellen Fotostream des White House gefunden und den Fotografen Pete Souza entdeckt. Seine Fotos zu sehen haben mir gezeigt, dass es sie noch gibt, diese Art von Fotografie, die Geschichten erzählt und berührt und eine technische Perfektion, die begeistert. Doch nicht nur das, seine Fotografien sind irgendwie intimer, kein Wunder hat er doch 24 Stunden uneingeschränkten Zugang zum Präsidenten könntest du sagen, doch das ist es nicht alleine. Sicher er ist „nah“ dran, doch er entscheidet sich auch gerne einen Schritt zurück zu treten. Ich finde es spannend, wie er seine Aufgabe als offizieller Fotograf versteht.
Da er das schon bei Reagan war, einem Republikaner, und nun bei Obama ist, einem Demokraten, hat es auch nichts mit seiner politischen Einstellung zu tun. Sondern nur mit der Liebe zu seinem Beruf. Sicher, er hat eine gute Ausbildung und nicht den Anspruch „Likes“ zu bekommen, oder Mainstream zu sein, nein, er ist seiner Aufgabe verpflichtet und dem Wunsch, Fotografien zu schaffen, die in Erinnerung bleiben, gerade heute, wo jeden Tag unzählige Fotos entstehen und ins Netz gestellt werden.
Wir werden geradezu damit überschwemmt, ist mein Eindruck. Und all diese Fotos prägen und bilden den Geschmack derer, die sie sich anschauen. Darum ist es heute nötiger als je zu zeigen welche Qualität, welcher visuelle Genuss, möglich ist. Lehn Dich zurück und genieße die Fotografien von Pete Souza.

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Was ist gute Fotografie? – z.B. Robert Lebeck

Ich weiß nicht mehr das Jahr, doch es war auf einem SPD Parteitag hier in Düsseldorf, als ich ihn, Robert Lebeck, das erste und einzige mal persönlich getroffen habe. Er arbeitet, wie er mir sagte, an einem Portrait vom späteren Kanzler Schröder, der Gast auf diesem Parteitag war. Alle anwesenden Fotojournalisten habe ihn nicht erkannt, wahrscheinlich, weil ihr riesengroßes Ego, ihnen den Blick verstellte.
Schade.

Für mich war er immer ein Vorbild. Seine Reportagen, egal zu welchem Thema, haben mich sehr beeindruckt.

Robert Lebeck gilt als einer der bedeutendsten Fotoreporter der deutschen Mediengeschichte, er arbeitete für Zeitungen, Agenturen und Magazine. Besonders verbunden war er schon seit 1966 dem Verlag Gruner + Jahr. Hier arbeitete er nicht nur dem „Stern“ zu, sondern leitete für rund zwei Jahre auch als Chefredakteur das Magazin „Geo“.

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Das ist wohl eines seiner berühmtestes ReportageFotos. Diese Foto eines jungen Afrikaners, der bei den Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit des Kongo König Baudouins Degen stahl, ging um die Welt und ist noch heute seine „Visitenkarte“. 1929 geboren, gehört er zu den Fotografen die analog gearbeitet haben.

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Bei Foto TV kann man sich gerade kostenlos einen Film zu ihm ansehen.

Bücher von Robert Lebeck

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20160225-1-Grey431Beim Surfen im Netz fand ich das  —> hier:

Dear Portrait Photographers,
You do not cure cancer.
You don’t have the power to stop the path of a tornado
or make rain fall on a land covered in drought.
You take pictures of people.

And although you aren’t performing surgery or landing a spaceship on a comet
You still have a gift to share.
And that gift affects lives
For in front of your cameras stand people
And people, well, they often wear masks disguised as a smile
And beneath those smiles are the hidden things

The unspoken insecurities:
“I’m fat”
“I’m ugly”
“I’m not worthy of having my picture taken.”
“I’m going to hate these.”

You won’t know this, of course
Because most won’t share it
I mean, who can blame them?

But rest assured those feelings are there
More often than not
And they bounce around in the minds of those you’d least expect.

It is your job to create images that silence those fears
Images that prove those fears unfounded
Images that shout louder than the lies our insecurities whisper
Images that say:

“You are perfect.”
“You are beautiful.”
“You are deserving of attention.”
Your gift, dear portrait photographers, may not save lives
But never doubt its importance

 

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Besser könnte ich es nicht ausdrücken.

13. März 2016

Ich habe mich ja schon als Nachrichten -Verweigerer geoutet – denn ich will all diesen Schmutz, Horror, Tod und Sadismus nicht in meinem Alltag haben. Dieser Sonntag hatte den ganzen Tag einen strahlend blauen Himmel … Weiterlesen

Vielfältigkeit

Auch mit diesem PortraitProjekt geht es nun los. Ich scheue mich ja nicht, Menschen einfach anzusprechen, wenn ich sie gern fotografieren möchte. So war das auch bei Miguel Esteves. Er sah‘ s bei meinem Lieblingsdiscounter … Weiterlesen

Unfassbar

Ich in beim Frühstück eher beiläufig über diese Meldung gestolpert und es hat mir die Luft zum atmen genommen. Das, was in diesem Bericht gesagt wird ist: „Wie könnten helfen, innerhalb weniger Stunden vor Ort … Weiterlesen

Vielfältigkeit

Vielfältigkeit ist Reichtum!

Diesen möchte ich sichtbar machen.

 

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Darum gibt das neue

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Ich rufe dazu auf, sich bei mir zu melden und mir dabei zu helfen die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Für die teilnehmenden Personen ist dieses Projekt kostenlos – da es ein TfP Projekt ist.

 

Karriereportrait

Nur noch bis zum 29.02. 2016 gilt mein Angebot: 1 Stunde Shooting, personalisiertes Template (erste Seite der Bewerbung) 2 Motive nach Wahl für nur  € 149,- Darum rate ich Ihnen zuzugreifen! Rufen Sie an, oder schreiben mir. Verabreden Sie … Weiterlesen

Fastenzeit

Ja, sie hat gerade begonnen und ist wohl Teil unserer westlichen Religion. Es geht sogar soweit, dass viele, auch nicht religiöse Menschen, anfangen auf etwas freiwillig zu verzichten, weil Fastenzeit ist. Das macht mich irgendwie … Weiterlesen

Nackheit

Guten Morgen, die Gedanken rasen durch meinen Kopf, als wenn sie „Reise nach Jerusalem spielen“ würden. Mein Rückenprobleme scheinen weniger zu werden und ich habe recht gut geschlafen und letzten Nacht. Dies, obwohl ich von FB eine … Weiterlesen

Leonie

Ich sagte es wohl schon mal: Schärfe wird überbewertet. Ich hatte ein Shooting mit Leonie und dabei habe ich auch zu meinem Lensbaby gegriffen. Hier ein kleiner Appetizer auf das wirklich toller Ergebnis.

Mode

Ein solches Shooting hat vollkommen andere Prämissen als meine Portraisessions – und das macht es gerade so interessant für mich.
Es handelt sich hier um  die Arbeit einer Modestudentin, die sie in der kommenden Woche präsentieren wird.

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Negrita

Es scheint wieder normal zu werden, dass ich um diese Zeit am Rechner sitze. Es ist nicht senile Bettflucht, sondern Negrita, mein Hündin, die offensichtlich Magen-Darm-Probleme hat und mich aus dem Bett schmiss, damit ich mit ihr nach draußen gehe, und sie Gras fressen kann. Nachdem das erledigt war, fühlte ich mich so wach, dass ich dachte, ich könne ja mal meine „eMails checken“.

Und was ich da fand, hat mich total umgehauen:

„… heute abend sprach mich ganz spontan, an einem Genussstand auf einem Kölner Markt, eine Frau von der Seite an. Begeistert erzählte Sie mir direkt von Ihnen und Ihrem „Grauhaarigen“-Projekt, meinte, ich würde gut zu Ihrer Serie passen und hatte mir schon flugs Ihren Namen auf eine Serviette gekritzelt, dann verabschiedete sie sich beschwingt mit den Worten, die Frauen, die den Mut hätten, sich ungefärbt zu zeigen, sollten sich doch zusammentun…. „

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Ich finde es einfach wunderbar, wenn so was passiert. Ich hatte in den letzten Tagen noch keine Gelegenheit mich über die große Resonanz zu freuen, die mein Aufruf ausgelöst hat. Ich hatte darum gebeten, sich bei mir zu melden, sofern du unter 60zig, dein Haare nicht mehr färbst und eine Frau bist.

Jetzt sitze ich hier, mache mir Gedanken darüber, wie ich einen Tierarzttermin für Negrita noch untergebracht bekommen, höre auf meine Magengeräuche und freue mich. Ja, ich freue mich sehr. Das Portrait-Projekt, welches ich vor 2 Jahren begonnen habe, war sehr viel Arbeit und hat mich in Kontakt mit vielen tollen Frauen gebracht und mir ermöglicht, diese großartige Serie von Portraits zu fotografieren. Und, wenn ich mir vorstelle, dass ich in einem Jahr vielleicht 100 Frauen porträtiert haben werde, dann wird mir schwindelig und ich frage mich ob ich wieder ins Bett gehen oder frühstücken soll?

Negrita und Jeannie, die unsagbar sauer ist, weil sie nicht mit raus durfte, als ich mit Negrita gegangen bin, schlafen inzwischen wieder und ich?

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Schlafanzug Challenge – die Zweite

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Seit einer Stunde sitze ich vor dem Rechner, und das war gar nicht so einfach.
Vor einem Jahr habe ich das schon mal gemacht, damals war das die erste Veranstaltung zum Thema Schlafanzug Challenge von Leonie & Markus Walter.
Da ich den Eindruck hatte, mir hat das gut getan, habe ich mich in diesem Jahr wieder gerne angemeldet, wusste ja nicht, dass es Negrita schlecht geht und sie mich alle 2 Sunden nötigt mit ihr vor die Türe zu gehen. Das hatte zur Folge, dass ich nicht gerade ausgeschlafen war, als der Wecke um 6:30h klingelte.
Doch ich bin schlaftrunken aufgestanden, habe es gleich geschafft mich ins Webinar einzuwählen und mir dann einen Kaffee und mein Morgensmoothie gemacht. Nun muss ich noch  benennen und die „Störer“ ausschalten.
Meine Störer nennen ich Saboteure. Das sind Stimmen, die mir negative Dinge einflüstern sobald ich Pläne schmiede. Jetzt sag nicht, du kennst sowas nicht, weil ich das nicht glaube.

OK, ich mache mich jetzt fertig und fahre ins Studio, denn da findet heute viel Arbeit statt. Arbeit die ich liebe und gerne mache. Ich hoffe, dass es Negrita im Hundehort gut gehen wird.

 

Zeitgeist

Das, was im Moment in den Medien lautstark diskutiert wird, erinnert mich an den Film „Blood Diamond“.
Warum?
Nun ja, der Film von Regisseur Edward Zwick aus dem Jahr 2006 mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Connelly in den Hauptrollen, thematisiert den Handel mit Blutdiamanten und greift u.a. die Thematik des internationalen Waffenhandel, die Vernetzung zwischen Regierungstruppen, Rebellentruppen und privaten Söldnerfirmen, Korruption, den Einsatz von Kindersoldaten, den Bürgerkrieg in Sierra Leone und die Traumatisierung der dortigen Bevölkerung auf. In „Die Zeit“ Nr. 5 vom 25. Januar 2007  ist der Film „…eine bravouröse Gratwanderung zwischen Aufklärung und Unterhaltung.“

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Aufklärung?

War den Amis nicht bekannt, dass der „weiße“ Mann den schwarzen Kontinent immer noch ausbeutet? Ich fasse es nicht. Ebensowenig wie, dass sexistische und Frauen diskriminierende Werbung ganz plötzliche und unerwartet als die Ursache für Gewalt gegen Frauen identifiziert wurde – habe ich so im Sozial Web wahrgenommen.
Solche Werbung gibt es schon länger als ich Werbung betrachte und auch genau so lange gibt es die entsprechenden Beschwerden beim Deutschen Werberat über solche Werbung. Aktuell findet sich auf seiner Homepage folgende Meldung:
„BERLIN, 2. November 2015 (dwr) – Der Deutsche Werberat hat vier Unternehmen öffentlich gerügt, die Frauen und ihre Körper online, auf Plakaten, Flyern, Autos und in Anzeigen herabwürdigend als Blickfang benutzen und damit gegen …Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen verstoßen. „
Weiter heißt es auf der Homepage des Deutschen Werberat:
„…Wie schon im Vorjahreszeitraum lagen die Vorwürfe der Geschlechterdiskriminierung, … auch im ersten Halbjahr 2015 auf den Rängen 1 bis 3 …, einzig die Geschlechterdiskriminierung stieg deutlicher um 8 Prozent. … Julia Busse, Geschäftsführerin des Werberats: „Gerade zu Nacktheit, Erotik und Sexualität insgesamt gibt es weit auseinander liegende Toleranzpegel in der Gesellschaft….“

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Wer also so naiv ist zu glauben, dass der Zusammenhang zwischen Werbung, die Frauen herabsetzt und Gewalt gegen Frauen, neu ist und erst ein Thema, seit dem es in unserem Land Männer gibt, die aus einem fernen Land kommen, in dem es kulturell andere Werte gibt als bei uns, der sollte sich mal schleunigst sachkundig machen.

Sexismus und sexualisierte Gewalt beschränkt sich nicht auf Menschengruppen, er durchzieht unsere gesamte Gesellschaft und das schon sehr lange. In diesem Zusammenhang von Kulturen zu sprechen, in denen dies selbstverständlich sei, instrumentalisiert dieses schwerwiegende Problem um u.a. „Fremde“ zu verteufeln. Wie war das doch gleich mit Rainer Brüderle? Diesem Politiker, der Journalistinnen als notorischer Belästiger bekannt war, gehört der dem Islam an? Sexualisierte Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und gibt es in unserem Land schon länger als es Flüchtlinge gibt.

Apropos „Ausbeutung“.

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Es war Angela Davis, die das Buch: „Rassismus und Sexismus“ 1982 veröffentlichte.
Ich habe Angela Davis, eine beeindruckende Persönlichkeit, in San Francisco persönlich getroffen. Sie spricht deutsch, da sie ab September 1965 in Frankfurt (Main) Philosophie und Soziologie, unter anderem bei Adorno und Horkheimer studierte. Was mein Glück war, denn mein Englisch war zu diesem Zeitpunkt, so gut wie nicht vorhanden.

Wer ist Angela Davis?
Wikipedia nennt sie eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin, Philosophin, Humanwissenschaftlerin und Schriftstellerin. 1970 setzte das FBI Angela Davis auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher der USA. Sie wurde verhaftet und ihr drohte wegen des Vorwurfs der „Unterstützung des Terrorismus“ die Todesstrafe. Reagan war zu dieser Zeit Präsident der USA. Gegen die Verhaftung von Angela Davis entwickelte sich eine weltweite Welle des öffentlichen Protests. Nach zwei Jahren wurde sie am 4. Juni 1972 in allen Punkten der Anklage freigesprochen.
Ja, es gab und gibt in meiner Lebenszeit Rassendiskriminierung in den USA, sogar per Gesetz.

Erst neulich habe ich den Film „Der Butler“ gesehen. Dieser Kinofilm erzählt die wahre Geschichte eines Mannes, dessen Vater, auf der Baumwollfarm, auf der er mit seiner Familie lebte, vom Sklavenaufseher erschossen und dessen Mutter vom selber Sklavenaufseher vergewaltigt wurde. Er wird zum Butler ausgebildet, kommt nach Washington DC und erhält eine Anstellung im Weißen Haus.
Dieser Film macht m.E. sehr schön deutlich, warum die USA einen „schwarzen“ Präsidenten brauchen und wie wichtig es ist, eine Frau als Präsident oder Kanzlerin zu haben, und dass die politische Forderung der Frauenquote unverzichtbar ist – schon wg. der Optik und das Frauen diskriminierende Werbung schwerwiegende Folgen hat und unterbunden gehört, auch wg. der Optik.
Ich bin nämlich schon lange der Meinung, dass das Bild der Frau in den Medien, das Ansehen (Bild) der Frau in der Gesellschaft allgemein prägt.

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Ich finde es erschreckend, wenn junge Frauen immer noch ganz selbstverständlich nur die männliche Berufsbezeichnung benutzen, auch wenn sie von Frauen in diesem Beruf sprechen. Frauen sind Ärztin und nicht Arzt, sind Fotografin und nicht Fotograf, sie sind Polizistin und nicht Polizist. Wie naiv war ich, zu glauben, dass dieses Thema und eine Diskussion über Frauenrechte und Gleichberechtigung längst obsolet sei?
Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der aus den ehemaligen Trümmerfrauen wieder Heimchen am Herd gemacht wurden. Alice Schwarzer zur Leitfigur des bundesdeutschen Feminismus stilisiert wurde und Feminismus als Schimpfwort galt, dass obwohl es einen zweiten deutschen Staat gab, in dem die qualifizierte Berufstätigkeit der Frau selbstverständlich war und sie auch den gleichen Lohn bekam wie ein Mann. Einen Staat, der Kindererziehung zur gesellschaftlichen Aufgabe erklärte und die Förderung der Frau auf seine Fahnen geschrieben hatte. Es hat mich darum um so mehr erschrocken, als ich, kurz nach der Öffnung der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten, ein Gespräch zwischen zwei Ehepaaren am Nebentisch mitbekam. Einer der Männer forderte doch tatsächlich für sich einen Lohn, der so hoch sei, dass seine Frau zu Hause bleiben kann. Hatte den die gesellschaftliche Realität, in der er in den vergangenen Jahren gelebt hatte, rein gar nichts geändert? Offensichtlich nicht. Denn, bei meiner Reise in die ehemalige DDR, ich fotografierte für ein Fotobuch, mit dem ich die sich gerade ändernden Verhältnisse für mich begreifbar machen wollte, sprach ich mit jungen Frauen. Sie bestätigten mir, dass es immer noch ihre Aufgabe sei, am Wochenende die Wäsche zu machen und für Ordnung im Haushalt zu sorgen. Das war 1989, hat sich seit dem wirklich nichts geändert?
Wenn in der Gegenwart ein junger Vater stolz darauf ist, dass er mit seinem Einkommen seine Familie ernähren kann, dann ist das für mich ein Zeichen genau dafür: Am Rollenverständnis hat sich kein Deut geändert. Geschlechterstereotype sind es, die sexuelle Gewalt gegenüber Frauen begünstigen.
Ich erinnere mich an Demos in den 80 und 90er Jahren des 20. Jhr. über die ich als Fotojournalistin berichtet habe. Z.B. zum 8. März, dem Internationalen Tag der Frau, oder an sogenannte „Muttertagsdemos“. Soll das alles nichts gebracht, nichts verändert haben? Das wäre dann richtig traurig.
Zahlen des Bundesfamilienministeriums zeigen: Knapp 60 Prozent aller Frauen in Deutschland wurden bereits sexuell belästigt, jede siebte hat strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt erfahren. Diese Zahlen sind schon lange bekannt, finden aber in der Debatte kaum statt. Sexualisierte Übergriffe geschehen also jeden Tag und nicht nur an Silvester. Ich kann nur hoffen, dass die Opfer der Silvesterübergriffe nicht nur kurzfristig benutzt werden, um den ersten großen Skandal des Jahres 2016  zu bebildern.
Wie wird in Zukunft mit der täglichen sexualisierter Gewalt in Deutschland umgegangen?
Was es bräuchte wäre ein radikaler Wandel im Umgang mit diesem Thema, es weiterhin zu verharmlosen und zu billigen darf einfach nicht sein.
Wichtig wäre u.a. die Aufklärung über Grenzüberschreitung und Missbrauch im Schulunterricht. Mehr und bessere Beratungsangebote in Ämtern, Behörden, Vereinen. Verbesserter Zugang zu Psychotherapie für Gewaltopfer. Akute Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt, also funktionierende Frauenhäuser.

Bin ich eine Utopistin?
Denn die gleichen Politiker, die sich gerade hinstellen und die Ereignisse in der Silvesternacht instrumentalisieren um gegen Flüchtlinge zu wettern, haben im Bundestag gegen eine Gesetz zur Unterbindung und Bestrafung  häuslicher Gewalt gestimmt.
Was erwarte ich?
Schließlich ist es in unserer Gesellschaft möglich, das Versicherungskonzerne ihre Mitarbeiter mit einem Besuch im Bordell belohnen, oder Fernsehmoderatoren sich Prostituierte und  Drogen aufs Hotelzimmer bestellen können. So was gilt als Kavaliersdelikt – wie schön!
Das „Sex sells“ hat noch niemand in Frage gestellt.
Es hat seinen Grund, warum ich besonders aufmerksam die TV Serien und das darin vermittelte Frauenbild verfolge und mit Genugtuung feststellen konnte: Ja, es hat sich was verändert. Frauen werden mit vielen Ecken und Kanten und hochqualifiziert gezeigt. Sie sind selbstbewusst, selbst bestimmt, haben einen Beruf und bestimmen selber welche sexuelle Orientierung sie haben. Nur war es naiv von mir zu glauben, dass diese Form der Darstellung, die gewünschte positive Auswirkung auf das Bild und Ansehen der Frau in der Gesellschaft hat.
Es gibt eben noch zu viele Beispiele dafür, z.B. in der Werbung, wo Frauen tagtäglich diskriminiert und herabgewürdigt werden. Leider gibt es keine Politiker die sich für ein Verbot solcher Werbung stark machen. Der Aufschrei nach dem Rainer-Brüderle-Eklat war dann ja auch schnell wieder versickert.
Jetzt, nach den aktuellen Ereignissen, werden vielleicht noch ein paar Köpfe rollen, sowas nennt sich Bauernopfer, um die Bevölkerung zu beruhigen, doch dann wird das Thema und die allgemeine Aufregung langsam wieder verstummen, oder?

Ich will nicht verstummen. Ich möchte was tun und habe mich gefragt, was das sein könnte.
Meine Idee ist, dass ich weitere Portraits für mein Projekt „Silbergrau – das bin ich“ erarbeiten.

Warum das?
Weil ich finde, dass der Umgang mit diesem Thema in den Medien, die inhärente Frauenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft und den Medien veranschaulicht.
Wieso das?
Während Männer oft für ihre grau-melierten Haare und ebensolche Bärte gelobt werden, ist die Gesellschaft/die Öffentlichkeit von einer Frau, die ihre grauen Haare nicht färbt, entsetzt, oder nimmt diese einfach nicht wahr. Eine Frau, die dazu steht, dass sie „älter“ wird, ist an prominenter Stelle, wie z.B. im Fernsehen, unerwünscht.
Frauen sollen „trotz“ ihres Alters, noch „jugendlich“ aussehen. Dafür bekommen sie Komplimente. Noch nie habe ich Komplimente gelesen oder gehört die an die Adresse einer Frau gerichtet waren, wenn silbergraue Fäden ihr Haar veränderten.
Warum nicht?
Haben Frauen nicht mehr zu bieten als ein jugendliches Aussehen?

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Darum:
Rufe ich ab sofort wieder Frauen auf sich bei mir melden, wenn sie ihr grau werdendes Haar nicht mehr färben und es mit Stolz tragen. Ich werde die Portraitserie „Silbergau – das bin ich“ fortsetzen und freue mich über jede Frau, die sich bei mir meldet und ein Teil davon werden möchte.

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Portfolio Review – Photo Weekend Düsseldorf 2016

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12. – 14. Februar 2016

Bereits zum fünften Mal wird die Landeshaupstadt Düsseldorf Gastgeber des Düsseldorf Photo Weekends sein. Im Rahmen des Duesseldorf Photo Weekends 2016 werden wieder zahlreiche Galerien, Museen und Institute Ausstellungen und Veranstaltungen zeigen, die der Fotografie gewidmet sind.

Ich mache ein ganz besonderes Angebot für dieses Weekend:

Sie fotografieren gerne, planen ein Fotografie-Studium,
wollen sich selbständig machen als Fotografin/Fotograf ?
Sie interessiert meine fachliche Meinung zu Ihren Fotografien?

Ich nehme mir 45 Minuten für Sie Zeit, sehe mir Ihre Arbeiten an und unterhalte mich mit Ihnen über diese Fotografien. Anschließend sehen Sie klarer und Ihre Fragen sind beantwortet.

In über 40 Berufsjahren habe ich mein fundiertes Wissen erlangt. Zusammen mit meinem Gesellenbrief als Fotografin und meinem HochschulDiplom als Kommunikationsdesignerin ist dies ein Garant dafür, dass Ihnen diese 45 Minuten, in denen ich Ihnen ganz alleine zur Verfügung stehe, eine wichtige Hilfestellung, bei Ihren nächsten Schritten, sein wird.20150225-2-210

Buchen Sie sofort einen Zeitpunkt zu Ihrem

Portfolio Review

45 Minuten € 99

Möglich sind folgende Termine:

Freitag, 12. Februar 2016 – 12:00h – 16:00h
Samstag, 13. Februar 2016 – 14:00h – 16:00h
Sonntag, 14. Februar 2016 –  14:00h – 16:00h