Oktober 1989

    1. Oktober: Erste Sonderzüge mit DDR-Flüchtlingen aus der Deutschen Botschaft in Prag von Prag über das Gebiet der DDR nach Hof in Bayern

  • 2. Oktober: Montagsdemonstration Leipzig mit 20.000 Teilnehmern
  • 4. Oktober: Vereinzelte Straßenkämpfe am Dresdner Hauptbahnhof wegen der Durchfahrt der Züge mit DDR-Flüchtlingen aus Prag zwischen ca. 5.000 Demonstranten und der Volkspolizei in der sonst zumeist friedlichen Revolution.
  • 7. Oktober: Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR; am Rande Ausschreitungen und Zuführungen in Berlin, Demonstrationen gegen das SED-Regime in Leipzig, Plauen u. a.; Gründung der Sozialdemokratischen Partei SDP in der DDR in Schwante bei Berlin
  • 9. Oktober: Legendäre Montagsdemonstration in Leipzig mit 70.000 Teilnehmern, Durchbruch der „Wende“ in der DDR
  • 9. Oktober: König Olav V. eröffnet in Karasjok die erste Sitzung des norwegischen Sameting, einer parlamentarischen Vertretung der Samen.16. Oktober: Leipziger Montagsdemonstration mit 120.000 Teilnehmern
  • 18. Oktober: Erich Honecker tritt als Staatsratsvorsitzender der DDR und Generalsekretär der SED zurück, sein Nachfolger wird Egon Krenz.
  • 23. Oktober: 300.000 Demonstranten in Leipzig
  • 23. Oktober: Die neue Verfassung Ungarns tritt in Kraft.
  • 23. Oktober: Ausrufung der Republik und Ende der Volksrepublik Ungarn
  • 25. Oktober: Der Sprecher des sowjetischen Außenministeriums, Gennadij Gerassimow, teilt die ‚Sinatra-Doktrin‘ (‚I did it my way‘) mit: Die kommunistischen Bruderstaaten dürfen über ihren politischen Weg selbst und unabhängig von Moskau entscheiden.
  • 26. Oktober: Sozialabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Schweden
  • 26. Oktober: Demonstration in Dresden mit 100.000 Teilnehmern (Cockerwiese)
  • 30. Oktober: Das DDR-Fernsehen stellt Karl-Eduard von Schnitzlers montägliche Sendung Der schwarze Kanal ein.

Wer erinnert sich noch was er da gemacht hat? Im Oktober 1989!
Ich schon, denn in diesem Monat, bin ich in meine jetzige Wohnung eingezogen – also vor 27 Jahren.
Unfassbar, oder? Damals habe ich noch analog fotografiert und hatte ein Fotolabor in dieser Wohnung. Außerdem war ich Studentin und Sarah, meine Tochter, war 12 Jahre alt.
Ja, seitdem ist viel passiert, hat sich viel verändert und ich wohne immer noch dort. Als ich einzog, hatte ich Hilfe von einem Kommilitonen, der heute Professor für Fotografie an einer Hochschule im Norden ist. Ja, auch ich war einmal im Auswahlverfahren einer solchen Stelle. Bis unter die letzten 6 bin ich gekommen und war dann doch froh, dass es nicht geklappt hat, denn die Stadt hatte einen sehr schlechten Italiener.

Was wird in 27 Jahren sein frage ich mich, getreu meinem Motto hauptsächlich nach vorne zu blicken?

  • Veröffentlicht in: News

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