Was bleibt, wenn man geht?

Das ist kein leichtes Thema, stimmt schon. Ich hatte heute Morgen, auf meinem AB, die Nachricht, das Elke Dietsch vor einem Monat gestorben ist. Elke hat gegen den Krebs gekämpft und ist 74 Jahre alt geworden. Ich bin dankbar sie getroffen zu haben.

Das ist ihr Portrait aus Mai 2016

Und dieses Portrait entstand im Mai 2017. Nach dem Ende der Chemo fingen ihre Haare wiede an zu wachsen. Es schien ihr gut zu gehen und sie war voller Pläne.

Der Anruf Ihres Mannes ist das, wovor ich die meiste Angst habe: Das Frauen, aus meinem Portraitprojekt, es doch nicht geschafft haben. Ehrlich, es mach mich tief betroffen. Durch die Arbeit an diesem Projekt habe ich vel erfahren über diese Krankheit und was sie mit den Frauen macht und wie stark sie sind, in ihrem Kampf sie zu besiegen. Jede einzelne Frau ist für mich eine Heldin und ich bin dankbar, dass ich sie fotografieren durfte.

 

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Noch ein Lichtset Test – diesmal mit André

Photographieren heißt ja mit Licht zeichnen. Und genau das tue ich als Portraitfotografin, ich lasse das Licht die Person „zeichnen“. Zu analogen Zeiten habe ich mir, für ein IndoorPortrait, ein hohes Fenster gesucht – das war das Licht, das ich mochte, weil es weich und soft das Gesicht der Person modellierte.
Als ich 2011 meine Studio für Portraitfotografie eröffnete, war der Raum, in dem meine Portraits entstanden, ein sehr großer. Er hatte weiße Wände und eine weiße, sehr hohe Decke und einen schwarzen Fußboden. Entsprechend diesen räumlichen Verhältnissen habe ich meine Studioblitzanlage ausgesucht und die dazugehörigen Softboxen. Eine riesengroße, eine kleine und ein Striplight
Dann bin ich umgezogen und mein eigentliches Studio, da wo ich meine Portraits entstehen lasse, ist nun weniger als halb so groß wie der vorherige Raum. Keine Wunder, dass ich mit dem Lichtset, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt benutzte, nun nicht mehr zurecht kam.

Es hat einige Zeit gedauert bis ich mich mit dem Raum und seinen Verhältnissen ausgesöhnt habe. Nein, es war ein Kampf, denn ich wollte das, mir bis zu dem Zeitpunkt vertraute Lichtset verwenden, doch genau das klappt nicht. Meine große Softbox, mit der ich sehr gerne arbeite, war einfach zu groß für den kleinen Raum denn ihr  Licht wurde von allen Seiten reflextiert, was ich nicht wollte, weil so ein vagabundierendes Licht entstand, das ich nicht kontrollieren konnte. Darum bekam die Softbox ein Wabengitter und somit ich ein weiches, jedoch gerichtetes Licht.
Wenn ich nun einen bestimmten Abstand der Person, die ich vor der Kamera habe, zum grauen Hintergrund und zur Softbox einhielt, hatten meine Fotos genau die Tiefe, die ich wollte und die Person trennt sich noch von dem doch recht dunklen Hintergrund. Licht nimmt im Quadrat ab, das zu wissen ist hilfreich und grau wird zu schwarz. Ich benutzte auch meine runden weißen Aufheller, wenn ich es für nötig erachtetet und war rundum happy. Jedoch nicht immer, manchmal bekam ich das Licht, das ich wollte, einfach nicht hin.

Nun  ist es so, dass ich nur dann wachsen kann, wenn ich meine Komfortzone verlasse und mich auf etwas Neues einlasse. Das war der Fall als ich anfing vor weißem Hintergrund zu shooten und als Beleuchtung meine kleine Softbox als hochfrontales Licht einsetzte. Durch die 2 weißen Wände wurde das Licht rundum reflextiert und war dadurch sehr weich. Mir hat das gefallen. Ich arbeite bei Portraits gerne mit einem weichen Licht. Bei meinen Aktshootings arbeite ich mit Streiflicht und setze Lichtkanten. Dadurch entsteht ein grafischer Effekt.



Sue Bryce, deren EducationProgramm ich seit einigen Monaten wieder folge – sie war mir schon vor vielen Jahren begegnet, doch damals hat mich ihr Englisch mit australischem Akzent irgendwie abgeschreckt –  propagiert weiße Aufhellwände bei ihren Tageslichtshootings und erzeugt damit ein sehr weiches Licht, so wie ich es auch mag.
Nun habe ich mir solche Reflektoren auch gekauft. Es sind Kappalinewände. Kappaline gibt es in der Abmessung 3m x 2m. Da größte Problem war der Transport in meine Studio – doch das konnte ich auch erledigen und ich habe begonnen mit diesen Reflektoren zu arbeiten.





Ich habe noch nicht alle möglichen Varianten ausprobiert, doch die Ergebnisse gefallen mir ausgesprochen gut. Aus der 3x2m großen Kappalineplatte habe ich mir 2 je 1,50m x 2m zugeschnitten. Ich muss mir noch was einfallen lassen um ihren Stand zu stabilisieren, doch da habe ich schon eine Idee.

Ich arbeitetet mit schwarzem Hintergrund und positionierte die weißen Wände rechts und links neben mein Modell und benutze die kleine Softbox wieder als hochfontales Licht.
Wow, das Ergbenis war ein weicher Verlauf. Nicht unbeding geeignet für einen Mann, doch bei nackter Haut durchaus angenehm, fand ich.
Als nächstes benutzte ich nur eine Wand als Reflektor und meine große Softbox als Hauptlicht – nochmals Wow. Durch die große Fläche wurde das Licht wunderbar weich reflektierte und durch den schwarzen Hintergrund wurde es abgeschnitten, genau im richtigen Maß. Das hatte ich so nicht erwartet – und bin ziemich begeistert.

Als nächstes werde ich wohl die Rücksite von einer der Wände versuchen zu streichen um eine Hintergrundvariante zu bekommen die anders ist als das, was ich im Momnet habe. Denn auch in diesem Bereicht besteht Entwicklungsbedarf. Ich hatte mir vor 4 Jahren oder so Stoff gekauft, der nicht uni war, mir aber auf dem Foto doch nicht gefallen hat. Diesen Stoff habe ich nun eingefärbt mit schwarz – doch er gefällt mir immer noch nicht. Vielleicht werde ich die Kapalinewand mit einem Schwam bearbeiten und sehen was sich ergibt. Ich kann sie ja immer noch ganz schwarz oder wieder weiß streichen  – al shen und ja, für deren Standfestigkeit muss ich sorgen, doch auch da habe ich schon eine Idee.

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Loslassen und festhalten

Ja, beides ist wichtig. Ich für meinen Teil, habe heute aufgeräumt und ganz viel losgelassen, sprich dem Müll übergeben. Dann kam ich zu diesem Umschlag.

Das hat mich total berührt. Es macht mich stolz und glücklich. So gesehen zu werden ist ein Geschenk – danke!!!

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Es ist wieder einmal Sonntag …

… und ich entspanne vor mich hin. Das ist wichtig. Ich tue dann so gut wie nichts. Ok, ich war schon mit meinen Mädels ne’ Runde, doch dann habe ich mich wieder ins Bett gelegt, nachdem ich einen Kakao getrunken und eine Nutellabrot gegessen hatte. Und jetzt bin ich aufgestanden und anstatt mir meine KürbisKarottensuppe mit Lachstopping zu machen, wie geplant, habe ich mir eine Avocado-Ei-Tomaten-Brot gemacht und einen Kaffee, damit ich wenigsten halbwegs das Gefühl habe wach zu sein.

Wie schon so oft kamen wieder diese fragenden Gedanken, als ich im Bett so langsam wach wurde. Fragen in nach dem Sinn meines Lebens. U.a. ob es richtig ist so wie ich lebe? Woher kommen solche Gedanken immer? Es fühlt sich nicht falsch an, mein Leben. Sicher, andere Menschen leben anders, gehen heute Nachmittag z.B. auf den Fischmarkt hier in Düsseldorf. Ich mache das nicht, gehe gleich mit den Mädels in den Wald. Ich schaue mir Fotos auf Instagram an, entdecke FotografInnen und deren interessante Arbeit, das gefällt mir. Ja, ich liebe es, mir Fotografien anzusehen, mich mit Fotografie zu beschäftigen. Warum das so ist? Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung. Früher habe ich mal gesagt, dass die Fotografie die größte Leidenschaft meines Leben sei. Wahrscheinlich zwingt mich mein Unterbewusstsein dazu, das nun auch zu beweisen – oder?
Mir kamen dann Situationen in den Sinn – aus der Vergangenheit – in denen ich Tagelang im Labor gestanden habe, um an einem Projekt zu arbeiten. Ja, die Fotografie ist ein beherrschendes Thema in meinem Leben gewesen und ist sie noch. Im Moment vielleicht stärker als jemals zuvor. Ich finde, dass ich immer besser werde, bei dem was ich mache, also meinen Studio-Portraits. Ich liebe meine Arbeit, mehr als jemals zuvor, ist mein Eindruck. Sie füllt mich aus, macht mich glücklich, ist der Sinn meines Lebens.
Wenn ich an einem Tag mal nicht im Studio war, dann fahre ich am nächstens Morgen mit einem Gefühl der großen Freude hin, auch wenn ich wieder keinen Parkplatz finde. Ich freue mich auf jedes Shooting und auf die Ausarbeitung der Motive am Computer. Es freut mich die fertigen Fotografien meinen Kunden zu präsentieren und zu sehen, wie sie sich freuen.
Was will ich mehr?
Ok, Geld damit verdienen – schon klar.
Doch das klappt im Moment auch recht gut – ist also nicht weiter erwähnenswert.
Ich habe mein Mindset geändert. Habe an mir und vor allem an meinem Selbstwert gearbeitet. Habe mir klar gemacht, welche Defizite es da gab und mir angesehen, wirklich angesehen welchen Wert meine Arbeit hat. Habe mich gefragt was das Produkt ist das ich verkaufe. Ist es die Zeit des Shootings, oder der fertige Print? Habe Entscheidungen getroffen. Z.B. wird es keine digitalen Präsentationen mehr geben, in Zukunft. Ich werde die Auswahl aus einem Shooting in meinem Studio meinen Kunden persönlich präsentieren als Foto, das sie in die Hand nehmen können. Einmal, war es recht kurzfristig, da habe ich es nicht geschafft Abzüge machen zu lassen und ich musste die Auswahl auf meinem iPad präsentieren – ging auch. Doch, es wird nur noch Präsentationen in meine Gegenwart geben. Das ist mir wirklich wichtig. Und ja, es gibt eine komplett neue Preisstruktur. Daraus ergeben sich, hier und da, ein paar ungewöhnliche Fragestellungen von Kunden, die vielleicht einen Gutschein gekauft haben in einer Zeit, in der meine Preise anders waren. Ja, ist dann so. Kann ich aber was zu sagen, ohne Bauchschmerzen.

Letzte Woche habe ich von einer Frau, die ich aus Kindergartenzeiten kenne und auf FB wieder getroffen habe, sie lebt wohl nicht mehr in Deutschland, eine Foto gemailt bekommen. Es zeigt uns beide bei der Abschiedsfeier im Kindergarten, bevor wir in die Schule gekommen sind. Das Foto ist über 60 Jahre alt.
Ein Schatz!
Ich gehe davon aus, das meine Fotografien in 60 Jahren ebenso ein Schatz sein werden, mehr wert als Gold, für den, der damit Erinnerungen verbindet, die durch dieses Foto wachgehalten werden. Diese Vorstellung macht mich glücklich. 

Hier ein paar Fotos – aus den letzten Shootings – die mir besonders gut gefallen haben, weil sie so unterschiedlich sind

Die Sujets könnten unterschiedlicher nicht sein, doch genau das ist es, was ich so liebe.
Ich denke, mit meinem Leben ist alles genau richtig, so wie es sein soll und ich bin sehr zufrieden damit und glücklich bin ich auch.

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