To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, draw closer, to find each other and to feel. That is the purpose of life.

Von mir frei übersetzt:
Um die Welt zu sehen, gefährlichen Dingen näherzukommen, hinter Mauern zu sehen, einander zu finden und zu fühlen. Das ist der Zweck des Lebens.

Und? Wie nahe sind wir diesem „Zweck“ des Lebens bereits gekommen?

Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Zitat im Film: “Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“, ein wunderbarere Film, in dem es auch um Fotografie geht. Ich glaube, ich habe darüber schon geschrieben.

Das Life Magazine war bekannt als ein Magazin für Fotojournalismus, das Henry Luce 1936 in New York gründete, nachdem er die Namensrechte an dem vorigen LIFE Magazine erworben hatte. Sein Markenzeichen waren damals neuartige großformatige Fotoreportagen über mehrere Seiten.
Für das Magazine arbeiteten u. a. Margaret Bourke-WhiteHorace BristolAlfred EisenstaedtAndreas Feininger (1943–1962), Carl MydansDavid E. SchermanW. Eugene Smith und Tony Vaccaro. Die erste Ausgabe erschien am 23. November 1936 mit einem Bild des Fort Peck Dam. Die programmatische Absichtserklärung lautete:

Das Leben sehen, die Welt sehen, Augenzeuge großer Ereignisse sein, die Gesichter der Armen und das Gehabe der Stolzen erblicken – Maschinen, Armeen, Menschenmassen, Schatten im Dschungel und auf der Mondoberfläche; die Werke des Menschen sehen, seine Gemälde, Bauwerke; Dinge wahrnehmen, die Tausende von Kilometern entfernt sind, hinter Mauern, in Innenräumen, an die heranzukommen gefährlich ist; Frauen, die Männer lieben, und Scharen von Kindern; sehen und am Sehen Freude haben; sehen und staunen; sehen und belehrt werden.“

2000 wurde das Live Magazin eingestellt.
Es heißt, dass der Niedergang dieses amerikanischen Reportagemagazins den Bedeutungsverlust der Fotoreportage zugunsten der aktuellen Fernsehberichterstattung widerspiegelt.

Ich will nicht über vergossene Milch klagen, sondern mich um das „Jetzt“ und vielleicht um das „Morgen“ kümmern. Eine Freundin meinte neulich, dass ich in dieser Zeit des Jahres immer besonders nachdenklich wäre und ob das vielleicht daran liegen könnte, dass ich Geburtstag habe?

 

Ich weiß es nicht.

Mein Leben ist ein Auf und Ab, immer schon gewesen und jetzt besonders, ist mein Eindruck. Ich tauche immer wieder ein in Gefühlslagen, die sowohl schön als auch abermals besonders anstrengend sind. Es geht mein Wachsen als Mensch und als Fotografin, ist mein Eindruck. Es ist einfach so, dass wir mit bestimmter Fragen so lange konfrontiert werden, bis wir die Antwort dafür gefunden haben. Das ist sehr aufwühlend, zeitweise. Auch weiß ich nie, wie lange die gefundene Antwort Gültigkeit hat.

Was meinen Geburtstag anbelangt, so habe ich unendlich viele Glückwünsche erhalten, virtuell und als Post in meinem Briefkasten, über WhatsApp und als eMails, das war ein wunderbares Gefühl. Verbracht habe ich den Tag, wie es besser nicht sein könnte: zusammen mit Elmo und meiner Tochter.

In meinem Briefkasten war auch ein Geschenk, ohne Absender und Namen, ich habe ihn nicht gefunden. Ich habe da eine Vermutung zum Absender, weiß es aber nicht mit Sicherheit und sage dann schon mal ganz herzlichen Dank.

Als Fotografin befinde ich mich in einer ständigen Entwicklung und Veränderung. Stillstand ist langweilig und mehr oder weniger dem Tod sehr ähnlich, finde ich. Außerdem bin ich jetzt gerade 1 Jahr in meinem neuen Studio. Nachdem ich zuvor 5 Jahre lang in einem doppelt so großen Raum gearbeitet hatte, bin ich nun seit 11 Monaten dabei, mich auf diese neuen Gegebenheiten einzustellen. Ja, der Raum, in dem ich als Fotografin arbeite, ist, wie auch das Format meiner Bilder, oder ob ich in Schwarz-Weiß oder in Farbe, arbeite, wichtig. Beim Raum ist es die Wirkungsweise des Lichtes, und genau da hatte ich in der letzten Woche einen Durchbruch, der mich sehr glücklich macht. Das Aktshooting mit Lisa, bei dem ich ein neues Lichtset verwendete, hat diesen gebracht. Mein benutztes Licht hatte den weichen Fluss, den das Tageslicht hat, und das finde ich, besonders bei Aktshootings, wunderschön.

Dann hat sich etwas verändert. Was genau, kann ich gerade nicht sagen, auch weiß ich nicht, wie sich das zeitnah entwickeln wird, doch ich fühle mich so leicht wie noch nie, denke nur fröhliche Gedanken und die Schwere der letzten Wochen scheint wie aufgelöst zu sein – ein wunderbares Gefühl. Aus diesem wunderbaren Gefühl heraus formuliere ich nun einen langfristigen Wunsch:

 

Ich suche ein Objekt, in dem ich wohnen und arbeiten kann. Es sollte naturnah sein, muss nicht, kann aber in einer Stadt liegen, wenn, dann jedoch ab von der Straße. Es muss bezahlbar für mich sein und eben groß genug, damit ich da wohnen und arbeiten kann. Sollte doch zu finden sein, oder?

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