Kalender 2017

Kalender fuck you Cancer

Heute habe ich aus den Fotos der 12 Frauen, die ich bisher portraitiert habe, einen Entwurf für einen Wandkalender 2017 gemacht, so sieht er aus.

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Der Kalender ist 30 x 30 cm groß und hat oben eine Spirale.02

Dieser hochwertige Kalender kann für € 40,00 bestellt werden. Der Betrag deckt die Druckkosten und ermöglicht mir weitere Frauen, ohne Berechnung zu portraitieren. Der Betrag beinhaltet auch die Versandkosten.




Heißt es DAS Problem oder MEIN Problem?

Problem

Diesen Beitrag habe ich am 2. September verfasst. Es ging mir da wirklich nicht gut und daher habe ich ihn auch nicht direkt zur Veröffentlichung frei gegeben. Doch, da ich ja authentisch bleiben möchte, mache ich das nun, da es mir wesentlich besser geht und ich immer noch in den Erinnerungen des Wochenendes bade, an dem meine Ausstellung wirklich viele Besucher hatte.
Mein Mutter sagte immer: „Es wird nie so heiß gegessen, wie es gekocht worden ist.“


Es ist 2:57h, in 4 Stunden weckt der Wecker und ich kann nicht schlafen. Ob es an dem Kaffee lag, den ich um 17:30h noch getrunken habe oder an dem anschließenden Sekt, oder an der laufenden Nase, die ich von meinem Enkel geerbt habe? Ich weiß es nicht.
Die Nase läuft, die Augen brennen, der Hals juckt und ich kann nicht schlafen und komme ins Grübeln über mein Leben.

Die Ausstellung! Ja, auch die könnte der Grund sein, oder vielmehr die damit einhergehenden Gefühle. Vielleicht fehlt mir auch einfach nur jemand zum Reden, wer weiß. Ich sollte die Gefühle benennen, sie vor mich hinstellen, betrachten und als erledigt befinden, oder?
Claudia hat auf ihrem Blog so auf die Ausstellung aufmerksam gemacht:
Diese Ausstellung von Beate Knappe erforderte viel Mut. Alle diese Frauen und Beate hatten ihn. Ein tolles, sehr kraftvolles Projekt! Hingucken kann man noch bis zum 7. September!“

Sowas tut gut.

8:11h
Die Nacht liegt hinter mir, ich habe nicht gut geschlafen, sollte im Bett bleiben….
Meine Augen brennen, meine Nase läuft und in meinem Hals kratzt es.
Ich bin die letzten Monate doch tatsächlich von sowas verschont geblieben, doch nun hat es mich erwischt und ich fühle mich schlecht, einfach nur schlecht. Und ich habe das Gefühl, das liegt nicht nur ab dieser laufenden NASE.

Nehmen wir meine Ausstellung. Es kann sein, dass ich keine gute Pressearbeit geleistet habe, weil ich das schlicht und einfach nicht kann und nicht das Geld habe, Jemanden zu bezahlen, der das für mich macht. So habe ich z.B., zu meinem Projekt „Silbergrau – das bin ich!“, an die Redaktion von FrauTV geschrieben und eine eMail zurück bekommen, die den gleichen Inhalt hatte wie die Mail, die ich aktuell bekommen habe, als ich der Redaktion von meinem Projekt „Fuck You Cancer“ geschrieben habe. Da komme ich doch ins Grübeln und stelle fest, eMails werden garnicht erst gelesen, sondern mit einem vorgefertigten Text abgefertigt. Das ist deprimierend.


Nachtrag:
FrauTV hat auf ihrem FacebookBlog auf meine Ausstellung hingewiesen. Das hat für ganz schöne Verbreitung gesorgt und ich sage Dankeschön!!!


 

Dann habe ich die Presse eingeladen meine Ausstellung zu besprechen – nix ist passiert. Am Abend meiner Ausstellungseröffnung war schräg gegenüber, auf der anderen Straßenseite, auch eine Ausstellunseröffnung in einer neuen, recht kleinen Galerie. Dort tummelten sich ein mehrfaches an Besuchern als bei mir waren. Sowas stimmt nachdenklich.
Dann sind da, dir mir vertrauten Saboteure, die sagen, dass ich es nicht anders verdient hätte. Das ich es überhaupt nicht verdient hätte und, dass ich nicht gut genug sei.

Was soll ich tun?

Vor ein paar Tagen habe ich ein Interview mit Sabine Asgedom gesehen. Darin spricht sie davon, dass es Gründe gibt, warum sie die Anerkennung für das was sie tut, von außen braucht. Das fand ich unglaublich gut, denn genau so sehe ich das auch. Ich habe mich jedoch immer dafür gescholten, es so zu sehen und mich mit der Erkenntnis, dass ich, bzw. ich für meine Arbeite, gelobt werden will, schlecht gefühlt. Es heißt, dass ich innen, also in mir drin, ein Gefühl haben muss, das mich und meine Arbeit anerkennt und wichtig findet und lobt.

Doch genau das habe ich nicht.

Inzwischen weiß ich und fühle es auch, dass ich gute Arbeit mache, meinen eigenen Stil habe usw., doch erst dann, wenn das auch von anderen gesehen wird, macht es mich glücklich und zufrieden. Erst dann ist es wirklich die Bestätigung dafür, dass das was ich mache auch gut ist und Bedeutung hat.
Bekomme ich die Art der Anerkennung nicht, fühle ich mich schlecht, leer, bedeutungslos. Ich frage mich dann, warum ich es mache. Warum ich überhaupt etwas mache, wenn es doch keinen Menschen interessiert.

Dieses „keinen Menschen“ kränkt sicher all die, die meine Arbeit gut finden und mir das auch sagen. Dafür möchte ich mich entschuldigen, den so ist das nicht gemeint. Ich weiß das zu schätzen, wirklich, wie z.B. so ein Kommentar : Mal zur Abwechslung ein richtig ehrliches Foto hier. Erfrischender Kontrast zu den ganzen anderen Bildern von „post production Schönheiten“, finde ich. Bravo.“ Oder:

Jon Kerrin Great use of the light and shadows. Well shote Beate

Gabriel ☀☀☀ Adorable Image ☀☀☀. I love it. Keep up the good work! 🙂

Dieser Kommentar wurde auf 500px geschrieben. Einer Plattform, auf der meine Arbeit, so scheint es mir, auch geschätzt und gelobt wird, meist wenige Sekunden nach dem ich ein Foto hochgeladen habe. Dort nehme ich mir auch gerne die Zeit und verteile meinerseits ein „Like“ bei Fotografien, die mir wirklich gut gefallen.

Auch bei FB habe ich viele Kontakte, die meine Arbeit schätzen und loben. Und auch hier, auf meinem Blog bekomme ich wertschätzende und motivierende Kommentare, dafür bin ich unendlich dankbar.
Es geht mir nicht nur um ein Like bei FB oder auf anderen Plattformen, obwohl dieses „Like“ auch sehr wohltuend ist. Irgendwie fehlen mir gerade die Worte um zu beschreiben um was es mir geht, was mir zu fehlen scheint. Ich will nicht, dass es sich nach Neid und Missgunst anderen gegenüber anhören, weil es das nicht ist. Ich gönne anderen ihren Erfolg, die Anerkennung, und die Beachtung die sie bekommen. Es ist nur so, dass ich den Eindruck habe, sie auch zu verdienen, sie aber nicht zu bekommen. Ich und meine Arbeit wird nicht in dem Maße beachtet, wie andere es erleben – so scheint es mir.

Ja, ich komme ins Wehklagen und zur Beschreibung eines Mangels. Doch genau den empfinde ich. Warum darf ich den dann nicht auch benennen? Weil, aufgrund des Gesetzes der Resonanz, ich somit nur noch mehr Mangel anziehen? Kann sein, dann ist es so. Also bin ich selber Schuld an dem Umstand nicht beachtet zu werden? So einfach ist das?

Auch, wenn ich sage, ich brauche mehr Anerkennung, hört sich das eher nazistisch und total ICHbezogen an. Dann ist es eben so. Was ich brauche ist ANERKENNUNG und zwar solange ich noch lebe, nicht, wenn ich tot bin.

12:00h – es geht mir schlecht und ich gehe jetzt für ein paar Stunden ins Bett

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Kirsten

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Wie alle Frauen mit Glatze, die ich bisher fotografiert habe, hat auch Kirsten, 41, diese Superkraft. An die kann sie sich bei Belieben andoggen und auftanken. Kirsten, hat drei Töchter, 2, 8 und 15 Jahren alt und lebt in einer Patchworkfamilie.

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Auch mein Bedürfnis nach Romantik konnte sie mit der Geschichte stillen, wie sie ihren zweiten Mann kennengelernt hat, ich liebe solche Geschichten.

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Bei Kirsten wurde das zweite Mal Brustkrebs diagnostiziert.

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Im Oktober 2014 ist Kirsten das erste Mal an Brustkrebs erkrankt. Die Diagnose lautete: Befallene Lymphknoten, und beidseitig Brustkrebs. Triple Negativ, G3, mit hohem Ki-Wert und hormon positives DCIS. Der Gentest ergab BRCA 2. Sie ließ sich beide Brüste abnehmen ohne Aufbau und hatte eine Strahlentherapie. Ihr wurden die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt.

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Als sie heute in mein Studio kam, hatte sie gerade die vierte Chemo hinter sich. Ihre Augen strahlten. Vor allem, als sie über ihre Töchter sprach. Sie ist eben eine stolze Mutter von drei Töchtern. Die müssen sich, wenn sie alt genug sind, untersuchen lassen und Entscheidungen treffen.

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Kirsten ist eine wunderschöne, beeindruckende Frau, voller Kraft und Mut, sie hat mich tief beeindruckt.

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Jeder dieser Begegnungen macht mich demütig und dankbar der Tatsache gegenüber, dass ich bereits so alt werden durfte wie ich heute bin und, dass es in meiner Familie, im Gegensatz zur Kerstins Familie, keine Krebserkrankung gegeben hat.

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Marzena

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In Polen geboren ist sie und hat das Löten als Handwerk erlernt, bevor sie nach Deutschland kam, um in Wuppertal Kinder zu betreuen. Das ist inzwischen 20 Jahre her und seit 2007 ist sie mit dem Familienvater verheiratet und die beiden haben inzwischen 4 Enkel. Sie ist eine quirlige Frau, mit strahlenden Augen und sie mag Grünkohl, auch, wenn sie der Meinung ist, das polnisches Essen besser ist, als das, was wir hier in Deutschland kochen.
Sie trägt eine Perücke und, wie jedesmal, wenn die Frauen sie abziehen, entdecke ich eine ganz besondere Schönheit; ja wirklich. Ich sehe nicht Krankheit oder Leid, nein Schönheit mit einem Strahlen, einem ganz besonderen Strahlen.

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Im April 2010 wurde bei ihr, oberhalb der linken Brust, eine Krebsgeschwulst von 4 cm Größe entdeckt. Diese wurde Brusterhaltend entfernt, ebenso Lymphknoten. Sie bekam eine Chemotherapie und ging von da an regelmäßig zu den Nach- und Vorsorgeuntersuchungen, 2x im Jahr.

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Ihre Ärztin meinte, sie müsse nicht mehr so oft kommen, doch mit diesem Gedanken konnte Marzena sich nicht anfreunden. Wie Recht sie hatte, erfuhr sie dann im März 2016. Da wurde in der gleichen Brust ein 8 mm großer, wieder sehr bösartiger Krebs entdeckt. Am 10. Mai wurde ihr ein großer Teil der linken Brust abgenommen und seit dem bekommt sie wieder eine Chemotherapie.

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Sie und ihr Mann nehmen das Ganze mit viel Humor, denn nach der Behandlung des Krebses, wird die rechte Brust in der Größe angepasst, also verkleinert. Als die Haare anfingen auszugehen, war es auch ihr Mann, der ihr die Glatze rasierte.

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Wie immer, nach so einem Shooting, bin ich tief bewegt und beeindruckt.

Marzena wünscht sich, das mehr Frauen, in ihrer Situation, mutig sind und daran glauben, dass sie den Krebs besiegen werden – was ich ihr von ganzem Herzen wünsche.

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Oma Montag

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Ja, ich staune total wie dieser Knirps sich innerhalb von einer Woche verändert/entwickelt/ schlicht wächst. Er kann inzwischen aus Holzbauklötzen einen Turm bauen, ist dabei unsagbar geduldig und es macht ihm Spaß. Er redet unglaublich viel, ab und an gibt es auch Worte, die ich verstehe. Er kann ziemlich klar aufzeigen was er will und was nicht. Heute z.B. war er im Sänfte-Modus, er wollte gefahren werden und wenig laufen. Er ist begeistert von den roten Teilen, die im Wald stehen, an denen die Feuerwehr, im Falle eines Falles, ihre Schläuche anschließt. Dann hat er heute die letzte Pusteblume am Wegesrand entdeckt. Er kann unglaublich gut hören und Geräusche den Dinge zuordnen, von denen sie erzeugt werden. Es gibt bestimmte Körpermoovs, in die er verfällt, wenn er bestimmte Geräusche hört. Er liebt die orangefarbigen Fahrzeuge der Stadtverwaltung. Also Müllautos und Ähnliches, je größer um so besser. Alles, was groß ist und Räder hat liebt er. Ach, ich könnte noch stundenlang so weiter machen.

Marita – best ager

 Best Ager

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Gemeint sind die über 50zig jährigen. Sie werden auch genannt:

  • Generation Gold
  • Generation 50plus
  • Silver Ager
  • Golden Ager
  • Third Ager
  • Mid-Ager
  • Master Consumer
  • Mature Consumer
  • Senior Citizens
  • „over 50s“
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Macht das wirklich Sinn, Menschen, aufgrund ihres Alters, in eine Gruppe einzusortieren?

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