+49 157 72544376 - Birkenstrasse 109 - 40233 Düsseldorf fotostudio@beateknappe.de

Warum das so ist, hat Prof. Dr. Martin Schuster erforscht.

Prof. Dr. Martin Schuster ist Psychologe und apl.-Professor der Universität Koblenz. Er ist in Deutschland ein Pionier auf dem Gebiet der Fotopsychologie, einem Forschungsfeld, das sich mit dem Einfluss der Fotografie auf unser Verhalten und Erleben beschäftigt.

Das Betrachten von glücklichen Momenten verstärkt die Erinnerung an diese Momente“, erklärt der Experte für Fotopsychologie. „Wir erinnern uns an das Erlebte, können uns in die Situation hineinversetzen und erleben das Glücksgefühl dieses Momentes immer wieder neu. Aus diesem Grund werden Fotos auch in der Psychotherapie eingesetzt. Sie sind ein psychischer Gewinn„. Bilder bewahren unsere schönsten Momente, unsere eigene Lebensgeschichte und lassen diese immer neu aufleben. Daher haben Bilder einen hohen persönlichen Wert. Das Betrachten von glücklichen Momenten löst positive Gefühle aus. Speziell gedruckte Fotos spielen dabei eine besondere Rolle. Fotos helfen uns, besondere und schöne Momente zu bewahren. An Ereignisse, die auf Fotos festgehalten wurden, können wir uns ein Leben lang erinnern. Dabei erhalten sie nicht nur das Erlebnis selbst, sie bewahren gleichzeitig die Emotionen, die wir zum Zeitpunkt der Aufnahme gefühlt haben. Fotos sind daher nicht nur wichtig für unsere Erinnerung, sie können uns auch glücklich machen! Andersherum kann der Verlust der eigenen Bilder, z.B. durch eine defekte Festplatte, auch einen persönlichen Rückschlag darstellen. Denn mit den Bildern gehen auch die einhergehenden Erinnerungen verloren, beispielsweise an spezielle Momente mit seinem Kind oder auch aus der eigenen Kindheit.Studien stützen dies, sagt Professor Schuster: „Forscher haben Auswanderer gefragt, was ihr wichtigster Besitz sei. Sie haben angegeben, dass es die Fotos aus der alten Heimat sind – sie stehen für die eigenen Wurzeln. Wenn solche Fotos verloren gehen, ist dies natürlich sehr schlimm für den Besitzer.„ Schuster rät daher dazu, Bilder nicht einfach elektronisch zu speichern, sondern sie auch auszudrucken.

Das Besondere gedruckter Bilder

Die Betrachtung von Bildern auf einem Bildschirm hat eine eigene Charakteristik. „Auf der Festplatte muss man hierzu absichtlich ein Bild von 10.000 rausholen.“, erklärt Professor Schuster, „Es ist natürlich ein ganz anderer Vorgang, wenn man das Bild aufhängt.“ Aufgrund der technischen Entwicklung machen wir heute tagtäglich unzählige Bilder mit unseren Smartphones – von unserem Mittagessen, dem neuen Lieblingspulli und vielem mehr. Zwischen diesen vielen Bildern des Alltags gibt es einige wenige, die wirklich spezielle Momente zeigen. Dies sind die Situationen, an die wir uns lange erinnern möchten, wie beispielsweise die eigene Hochzeit. Diese Bilder brauchen einen besonderen Platz in unserem Leben. Ein Foto an der Wand wird deutlich häufiger betrachtet, als eines, das digital gespeichert ist. Dadurch durchlebt man den Moment auf dem Bild immer wieder und die Erinnerung festigt sich. Auch Fotobücher, beispielsweise als persönlicher Jahresrückblick, eignen sich hierfür sehr gut und lassen sich zudem verschenken – „besonders an Menschen, die nicht mit drei Festplatten um sich herum leben, wie alte Eltern oder andere Verwandte„, so der Professor.