Hier sammle ich Gedanken, Entscheidungen, Zweifel, Umwege und kleine Erkenntnisse, die entstehen, während ich an meinem Werkverzeichnis arbeite – dem Werkverzeichnis zu meinem Archiv, das über Jahre gewachsen ist und nun Ordnung, Kontext und Sprache sucht.
Ein Werkverzeichnis entsteht nicht linear.
Es entsteht im Wechsel von Anschauen und Erinnern, von Systematik und Irritation, von präziser Archivarbeit und biografischem Nachhall. Zwischen Negativen, Kontaktbögen, Prints, Notizen, Datenbanken und Fragen taucht immer wieder etwas auf, das sich nicht einfach erfassen lässt: Bedeutung. Zusammenhang. Verantwortung.
Diese Werkstattnotizen sind Momentaufnahmen dieses Prozesses. Sie sind bewusst unfertig, tastend, manchmal technisch, manchmal sehr persönlich. Sie dokumentieren nicht nur, was ich ordne, sondern auch, wie sich dieses Ordnen auf mein Denken, mein Erinnern und mein Verhältnis zu meinem eigenen Werk auswirkt. Hier wird nichts „abschließend erklärt“.
Hier wird sichtbar gemacht, wie ein Lebenswerk sich im Rückblick formt – und wie Entscheidungen entstehen, die nicht nur archivisch, sondern existenziell sind.
Die Werkstatt ist offen.
Für Widersprüche. Für Korrekturen. Für Erkenntnisse, die Zeit brauchen.
Die Struktur der Datenbank, in die ich mein Archiv einlese, steht, mehr oder weniger.
Dem Ganzen habe ich zuvor einen Gedanken gestellt:
Meine fotografische Arbeit gründet auf einer Haltung, die Sichtbarkeit und Würde untrennbar verbindet. Diese Haltung war über Jahrzehnte wirksam und wird im Prozess der Archivierung als durchgehende Konstante erkennbar. Ich begegne Menschen in politischen, sozialen und privaten Kontexten auf Augenhöhe. Meine Fotografien entstehen aus einer Position der Begegnung, nicht des Zugriffs. Mein Blick richtet sich auf Personen und Situationen jenseits medialer Inszenierung sowie außerhalb normativer Schönheits- und Machtordnungen. Würde entsteht durch Zurückhaltung, formale Klarheit und den Verzicht auf Dramatisierung oder Viktimisierung. Der Körper erscheint nicht als Objekt, sondern als Träger von Erfahrung, Eigenständigkeit und Gegenwart.
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weekly52 – der Podcast
Ein Leben in Bildern – und plötzlich wird daraus eine Geschichte. Diese Folge von weekly52 zeigt, wie kraftvoll Rückblick sein kann. Ehrlich, berührend und inspirierend.
# 13 – Archiv. Werk. Leben. Text in Fotografien?
In diesem Video spreche ich über Fotografien, die auf Demonstrationen entstanden sind. Dort begegnen sich zwei Ebenen: Menschen – und das, was sie sagen wollen. Gesichter, Körper, Präsenz – und Texte auf Schildern, Bannern, Transparenten. Mich hat nie nur das Ereignis...
Frauen und Männer in meinem fotografischen Werk – eine Entscheidung
Warum Frauen im Zentrum meines fotografischen Werks stehen – und welche Rolle Männer darin spielen. Eine persönliche Werkstattnotiz über Blick, Entscheidung und Realität.
# 12 Werkverzeichnis – 60 Jahre Fotografie
Seit 1964 fotografiere ich. Heute archiviere ich mein fotografisches Lebenswerk systematisch in einer eigenen Datenbank. In diesem Video zeige ich: – wie ich meine Fotografien erfasse – wie Werkgruppen entstehen – warum Archivieren für mich ein Akt der Selbstverortung...
Werkverzeichnis – Struktur für ein Lebenswerk
Seit Monaten arbeite ich intensiv an der Strukturierung meines fotografischen Werkverzeichnisses.Der Bestand umfasst über 60 Jahre analoge und digitale Arbeiten – Negative, Kontaktbögen, Prints, Serien, Kontextmaterial. Wie entsteht aus einem gewachsenen Archiv ein...
# 8 – Werkstattnotizen – Der weibliche Blick in der Fotografie – Porträt als Beziehung statt Oberfläche
Was bedeutet ein weiblicher Blick in der Fotografie? Beate Knappe reflektiert über Körpererfahrung, Lebenswirklichkeit und Porträt als Beziehung statt Oberfläche.
Tun. Erinnern. Verantworten.
Vom Tun zum Verantworten: Über künstlerische Haltung, Archivarbeit und den Moment, in dem ein Lebenswerk Verantwortung verlangt.
# 7 Werkstattnotizen
Fotografie kann unendlich oft abgezogen werden. Eine künstliche Begrenzung widerspricht ihrem Wesen.
In diesem Video spreche ich über den Unterschied zwischen Marktlogik und Werkverantwortung — und darüber, warum ich meine Fotografien archiviere, aber nicht limitiere.
Über SelbstEntmächtigung
Eine Werkstattnotiz über SelbstEntmächtigung, Erfahrung und die Frage, warum wir unserer eigenen Autorität oft weniger trauen als unserer Arbeit.
Frau. Mutter. Fotografin – mein Portfolio
Download des Portfolios (PDF) durch Klick auf das Foto. Dieses Portfolio ist während der Sichtung und Ordnung meines fotografischen Archivs entstanden.Es versammelt Arbeiten aus mehr als sechs Jahrzehnten und gibt Einblick in meine Arbeitsweise, meine Themen und meine...
# 6 Archiv. Werk. Leben. Werkstattansichten.
Was ich beim Ordnen meines Archivs verstanden habe.
# 5 Werkstattnotizen – Archiv. Werk. Leben.
Selbstporträt als Erkenntnisraum
Dieses Video ist kein Tutorial und keine Erklärung.
Es ist ein gedanklicher Raum.
# 4 Archiv. Werk. Leben.
Ein neues Video über mein fotografisches Lebenswerk: von den ersten Kameras über Bücher bis zur Frage einer zweiten Auflage meiner Autobiografie.
# 3 Werkstattansichten – Archiv. Werk. Leben
Titelbilder, Belegexemplare, Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern.
Materialien, die nicht für die Ewigkeit gedacht waren – und gerade deshalb viel über Zeit, Kontext und Resonanz erzählen.
# 2 Archiv. Werk. Leben. Werkstattansichten
Dieses Video markiert einen zentralen Denkpunkt im Prozess der Archivarbeit: Der Konflikt zwischen Ordnung und Bedeutung lässt sich nicht auflösen – aber gestalten.
# 1 Archiv. Werk. Leben. Werkstattansichten
In dieser ersten Werkstattansicht spreche ich über den Beginn meines Werkverzeichnisses.
Ein Gespräch mit meinem eigenen Werk
Beim Sortieren meines Printarchivs entdecke ich, dass Ordnung nicht aus Kategorien entsteht, sondern aus Beziehungen.
Ein Packende gefunden – Werkverzeichnis und innere Ordnung
Heute habe ich ein Packende für mein Werkverzeichnis gefunden. Zwischen Blutwerten und innerer Unruhe bringt das Sortieren von Mappen Ruhe und Klarheit.
Momente, in denen das Archiv schwer wird
Manchmal legt sich beim Arbeiten am Archiv eine unerklärliche Schwere auf mich.
Negative, Jahre, Spuren – ein Archiv in Bewegung
Nach dem Abschluss der Autobiografie widme ich mich wieder dem Archiv. Negative, Infoblätter fügen sich zu einem Werkverzeichnis.



















