Hier sammle ich Gedanken, Entscheidungen, Zweifel, Umwege und kleine Erkenntnisse, die entstehen, während ich an meinem Werkverzeichnis arbeite – dem Werkverzeichnis zu meinem Archiv, das über Jahre gewachsen ist und nun Ordnung, Kontext und Sprache sucht.
Ein Werkverzeichnis entsteht nicht linear.
Es entsteht im Wechsel von Anschauen und Erinnern, von Systematik und Irritation, von präziser Archivarbeit und biografischem Nachhall. Zwischen Negativen, Kontaktbögen, Prints, Notizen, Datenbanken und Fragen taucht immer wieder etwas auf, das sich nicht einfach erfassen lässt: Bedeutung. Zusammenhang. Verantwortung.

Diese Werkstattnotizen sind Momentaufnahmen dieses Prozesses. Sie sind bewusst unfertig, tastend, manchmal technisch, manchmal sehr persönlich. Sie dokumentieren nicht nur, was ich ordne, sondern auch, wie sich dieses Ordnen auf mein Denken, mein Erinnern und mein Verhältnis zu meinem eigenen Werk auswirkt. Hier wird nichts „abschließend erklärt“.
Hier wird sichtbar gemacht, wie ein Lebenswerk sich im Rückblick formt – und wie Entscheidungen entstehen, die nicht nur archivisch, sondern existenziell sind.
Die Werkstatt ist offen.
Für Widersprüche. Für Korrekturen. Für Erkenntnisse, die Zeit brauchen.

Die Struktur der Datenbank, in die ich mein Archiv einlese, steht, mehr oder weniger.
Dem Ganzen habe ich zuvor einen Gedanken gestellt:

Meine fotografische Arbeit gründet auf einer Haltung, die Sichtbarkeit und Würde untrennbar verbindet. Diese Haltung war über Jahrzehnte wirksam und wird im Prozess der Archivierung als durchgehende Konstante erkennbar. Ich begegne Menschen in politischen, sozialen und privaten Kontexten auf Augenhöhe. Meine Fotografien entstehen aus einer Position der Begegnung, nicht des Zugriffs. Mein Blick richtet sich auf Personen und Situationen jenseits medialer Inszenierung sowie außerhalb normativer Schönheits- und Machtordnungen. Würde entsteht durch Zurückhaltung, formale Klarheit und den Verzicht auf Dramatisierung oder Viktimisierung. Der Körper erscheint nicht als Objekt, sondern als Träger von Erfahrung, Eigenständigkeit und Gegenwart.

# 12 Werkverzeichnis – 60 Jahre Fotografie

# 12 Werkverzeichnis – 60 Jahre Fotografie

Seit 1964 fotografiere ich. Heute archiviere ich mein fotografisches Lebenswerk systematisch in einer eigenen Datenbank. In diesem Video zeige ich: – wie ich meine Fotografien erfasse – wie Werkgruppen entstehen – warum Archivieren für mich ein Akt der Selbstverortung...

# 7 Werkstattnotizen

# 7 Werkstattnotizen

Fotografie kann unendlich oft abgezogen werden. Eine künstliche Begrenzung widerspricht ihrem Wesen.
In diesem Video spreche ich über den Unterschied zwischen Marktlogik und Werkverantwortung — und darüber, warum ich meine Fotografien archiviere, aber nicht limitiere.

Frau. Mutter. Fotografin – mein Portfolio

Frau. Mutter. Fotografin – mein Portfolio

Download des Portfolios (PDF) durch Klick auf das Foto. Dieses Portfolio ist während der Sichtung und Ordnung meines fotografischen Archivs entstanden.Es versammelt Arbeiten aus mehr als sechs Jahrzehnten und gibt Einblick in meine Arbeitsweise, meine Themen und meine...

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